weather-image
25°
Fürst tauft Fohlen der Hofreitschule

Die Wiedergeburt eines Bückeburgers

Bückeburg. Es war ein sonniger Morgen, als am 11. Mai um 6 Uhr der erste Bückeburger seit mehr als 100 Jahren das Licht der Welt erblickte. 48 Kilogramm schwer, knapp ein Meter groß und männlich. Die Mutter Jaouka, eine 22-jährige tunesische Berberstute, hat ihr Neugeborenes allein zur Welt gebracht. Beide erfreuen sich bester Gesundheit und genießen die gemeinsame Zeit auf der Weide. Wie der junge Hengst heißen soll, wird nun am heutigen Donnerstag, 20. August, auf Schloss Bückeburg während der Taufe bekannt gegeben.

veröffentlicht am 19.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 05:21 Uhr

„Wir sind sehr stolz, dass bei uns wir wieder ein echter Bückeburger im Stall steht. Zum ersten Mal fand diese Rasse im 17. Jahrhundert in den Geschichtsbüchern Erwähnung. In ganz Europa wurden diese Pferde sehr geschätzt, da sie außerordentlich gelehrige, intelligente und zuverlässige Tiere sind. Wir freuen uns bereits auf die Arbeit mit dem Hengst: Und sicherlich wird er im Nu das Publikum für sich gewinnen“, sagt Christin Krischke, Direktorin der Bückeburger Hofreitschule.

Die nächsten vier Jahre genießt der goldenfarbene junge Mann seine Jugend auf der Weide zusammen mit einem Freund und dem 22-jährigen Erzieher Fuego, der die beiden Sprösslinge auf das Leben vorbereiten wird. Danach geht er in die hohe Schule der barocken Reitkunst. Jeden Tag wird Christin Krischke ihm neue Aufgaben stellen: Vom Longieren über Bodenarbeit bis hin zur ausgereiften Kapriole. Die Ausbildung eines Barockpferdes dauert rund fünf Jahre.

„Pferde waren zwar für mich immer elegante und interessante Tiere, aber die Musik reizte mich sehr. Seitdem wir aber die Hofreitschule wieder zum Leben erweckt haben, wird meine Neugierde täglich größer und ich freue mich außerordentlich auf die Weiterentwicklung unserer Schule – die einzigartig in Deutschland ist. Auch den Nachwuchs besuche ich öfter auf der Weide und beobachte, wie er wächst“, sagt Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare