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Berliner Schwimmer der SG Neukölln gewinnen den Internationalen Bergbad-Pokal in Bückeburg

Die zwei Jahrzehnte sind voll

veröffentlicht am 20.06.2017 um 16:38 Uhr

Sinkende Teilnehmerzahlen: 441 Aktive starten beim 38. Bergbad-Pokal-Schwimmfest in Bückeburg.
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Johannes Pietsch Reporter zur Autorenseite

BÜCKEBURG. Die SG Neukölln hat erwartungsgemäß die „20“ vollgemacht. Zum vierten Mal in Folge und zum 20. Mal insgesamt errang der mit 83 Aktiven angetretene Verein aus der Bundeshauptstadt beim 38. Bergbad-Pokal-Schwimmfest den Pokal der Stadt Bückeburg für die beste Mannschaft. Die Berliner, die erstmals 1990 die begehrte Trophäe gewannen und seitdem nur sechsmal – zuletzt 2013 – mit dem Vizerang vorliebnehmen mussten, waren damit mehr als die Hälfte aller Bergbad-Pokal-Schwimmfeste siegreich. Mit 1389 Punkten ließen sie der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance: Weit abgeschlagen folgt auf Platz zwei die SGS Hamburg mit 789 Punkten, dahinter der Sieger von 2013 Van Vliet Barracuda Nieuwerkerk mit 631 Punkten.

Von den Schaumburger Vereinen schnitt erneut der SC Stadthagen am besten ab und konnte mit 129 Punkten nicht nur Rang neun verbuchen, sondern auch den Schaumburg-Cup für den erfolgreichsten heimischen Verein. Die gastgebende SGS Bückeburg kam mit 74 Punkten auf den 12. Platz, der VfL Bad Nenndorf mit 40 Punkten auf Rang 19. Stark präsentierte sich einmal mehr der SV 1860 Minden, der mit 412 Punkten auf Platz sechs direkt hinter großen Vereinen wie der SGS Langenhagen (513 Punkte, Rang vier) und dem SV Berolina (508 Punkte, Rang fünf) rangierte. Die Mindener setzten damit ihren Lauf fort, der ihnen bereits im Vorjahr Platz vier knapp hinter einem Medaillenrang eingebracht hatte. Dafür fehlte diesmal der SC 80 Porta, und auch die Schwimm- und Sportfreunde Obernkirchen waren aufgrund einer Parallelveranstaltung nicht angetreten.

Punktbester Schwimmer wurde Mattes Engelmann (SV Berolina), gefolgt von Hauke Rennenkamp (SV 1860 Minden) und Dominique Cofré-Junginger (SGS Hamburg). Auf der Damenseite errang SV-Berolina-Schwimmerin Helena Marie Stein die meisten Punkte, gefolgt von Lina Scheffler (SGS Hamburg) und Ingrid Jongert von Ed-Vo aus den Niederlanden. Der Horst-Sorban-Wanderpokal und der Heinz-Brandt-Wanderpokal für die jeweils beste Leistung über 200 Meter Brust gingen diesmal an Nathalie Müller (SGS Langenhagen) und Thomas Hesper (Vliet Barracuda Nieuwerkerk). Neue Bergbad-Rekorde waren nicht zu verzeichnen.

Bürgermeister Reiner Brombach (rechts) überreicht den Pokal der Stadt Bückeburg an die SG Neukölln.
  • Bürgermeister Reiner Brombach (rechts) überreicht den Pokal der Stadt Bückeburg an die SG Neukölln.
Die Schwimmer des SC Stadthagen erringen als bester heimischer Verein den Schaumburg-Cup. Fotos: jp
  • Die Schwimmer des SC Stadthagen erringen als bester heimischer Verein den Schaumburg-Cup. Fotos: jp

Die Zahl der teilnehmenden Vereine lag mit 27 genau auf dem Niveau des Vorjahres, die der Aktiven jedoch mit 441 noch einmal deutlich niedriger als im Jahr 2016, das bereits gegenüber dem Vorjahr einen spürbaren Rückgang hatte verzeichnen müssen. Vor allem große überregionale Wettkämpfe, deren Termine erst deutlich später als das Veranstaltungswochenende des Bergbad-Pokals festgelegt worden waren, hatten zu diesem Einbruch geführt. So fanden zeitgleich unter anderem die Deutschen Masters Meisterschaften, die Freiwasser Meisterschaften und die Deutschen Meisterschaften mit WM-Qualifikation statt.

Schwimmfest-Organisator Ralph Seele zeigte sich dennoch zufrieden: „Angesichts solcher Konkurrenz sind wir sehr froh, dass wir trotzdem noch diese Zahl von Vereinen, Aktiven und Starts zusammenbekommen haben.“

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