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Oktober warm, aber zu nass

Diese Woche meist ruhiges Herbstwetter, langsam kühler

RINTELN. Am Montag und Dienstag halten sich unter Hochdruckeinfluss Sonne, Wolken, Nebel oder Hochnebel die Waage und Regen ist kein Thema mehr. 9 bis 10 Grad sind dann das höchste der Gefühle, während das Thermometer in den teils klaren, teils nebligen Nächten ordentlich in die Knie geht.

veröffentlicht am 05.11.2017 um 12:03 Uhr
aktualisiert am 06.11.2017 um 18:30 Uhr

Mitten im Herbst. FotO: rnk
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Reinhard Zakrzewski Reporter

Besonders frisch wird die Nacht zum Dienstag, wenn bei Tiefstwerten um 2 Grad im Schaumburger Land in ungünstigen Lagen der erste Luftfrost der Saison droht. Am Mittwoch bekommt das ruhige Herbstwetter wohl einen kurzen Dämpfer. Ein kleines Mittelmeertief sorgt zum Abend für etwas Regen und maximal 9 Grad, während die Nächte wieder deutlich milder werden. In der zweiten Wochenhälfte sitzen wir wettertechnisch voraussichtlich zwischen den Stühlen. Erneut bestimmt ein Hoch mit Sonne, Wolken und Hochnebel unser Wetter. Nach derzeitigem Stand kann danach mit dem Übergreifen neuer Atlantiktiefs um Sankt Martin herum (11. November) wieder mehr Bewegung in die Wetterküche kommen.

Obwohl der Oktober einer der sechs wärmsten der letzten 70 Jahre war, zeigte er sich von einer überwiegend zu nassen, deutlich zu trüben und oft turbulenten Seite. Von typisch goldenem Oktoberwetter konnte man nur im zweiten Monatsdrittel sprechen. Mit Höchstwerten von 22 bis 23 Grad (15./16. Oktober) waren diese Tage für die Jahreszeit nicht nur ungewöhnlich warm und sonnig, sondern brachten den Kartoffelbauern auch die lang ersehnte Regenpause. Davor und danach beutelten uns immer wieder atlantische Sturmwirbel. So fegte Tief „Xavier“ am 5. Oktober selbst in den Niederungen mit orkanartigen Böen bis 110 Sachen durchs Schaumburger Land. Beim Vorbeizug von Orkantief „Herwert“ in der Nacht vom 28. auf den 29. Oktober wurde es nicht mehr ganz so heftig. Trotzdem reichte es punktuell immer noch für schwere Sturmböen bis Tempo 90. Sehr ungewöhnlich: Nach Tief „Sebastian“ Mitte September und „Xavier“ war dies schon der dritte schwere Herbststurm der Saison, der Sachschäden und erhebliche Verkehrsbehinderungen hinterließ.

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