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Zehn Jahre „United Noise“: Probe- und Auftrittsmöglichkeiten für die heimische Musikszene

Diesen Erfolg hat sich niemand träumen lassen

Bückeburg (mig). Der 7. Januar 2002 markiert für viele regionale Bands eine neue Zeitrechnung. Davor: Das war die Zeit ohne Probenräume und Auftrittsmöglichkeit. Und danach? Da gelang der Musikerinitiative „United Noise“ ein echtes Wunder. Innerhalb von nur zehn Jahren schuf der Verein auf dem ehemaligen Kronenwerke-Gelände ein Biotop für junge Musiker und einen Hotspot für überregional bekannte Veranstaltungen.

veröffentlicht am 29.08.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 20:21 Uhr

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An die Zeit vor 2002 erinnert sich der erste Vorsitzende des Vereins, Oliver Werner, noch ganz genau. „Wir haben händeringend nach Auftrittsmöglichkeiten gesucht, das war ein echtes Problem damals“. Werner, Björn Harms und einige andere Jugendliche setzten sich zusammen und überlegten, was man tun könne. Schnell kam man auf die Idee zur Vereinsgründung, als besonders geeignet erwies sich das Gelände der ehemaligen Kronenwerke hinter dem Bahnhof.

Werner rückblickend: „Das Gelände war schön groß und es gab viele Räume. Es war einfach ideal.“ Da auch die Kronenwerke GbR ihre Unterstützung zusagte, wurden mit Engagement die ersten Proberäume ausgebaut. Die ersten Nutznießer waren die „Sidewalk Surfers“ und „Television Timeout“. Sie übten hier ihre Stücke ein und traten bei den selbst organisierten Festivals auf.

2012 ist aus den kleinen Anfängen ein ganzes Netzwerk von Ideen und Projekten entstanden. In den elf Proberäumen üben aktuell 19 Bands, der Verein besitzt mehrere Tonstudios sowie einen Clubraum für bis zu 250 Gäste.

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Mindestens genauso bekannt ist „United Noise“ für seine zahlreichen Veranstaltungen, wie die „Osterrocknacht“ (bis zu 4500 Besucher) oder das „Shining Festival“. Dank der zahlreichen Events können sich Nachwuchsbands vor Publikum präsentieren und Bühnenluft schnuppern. „Es ist einfach unglaublich, was hier in zehn Jahren passiert ist“, freut sich Oliver Werner über das Erreichte. „Wir haben die Ziele, die wir uns gesetzt haben voll erreicht.“ Dass der Verein so erfolgreich werden könnte, damit habe bei der Gründung keiner gerechnet.

Das hat sicher auch mit der Person des ersten Vorsitzenden und des Geschäftsführers zu tun, deren Funktionen Oliver Werner in Personalunion ausfüllt. Werner lebt Musik, den Job empfindet er als „das Geilste, was mir passieren konnte. Es ist ein Traum für die Musik zu arbeiten“.

Eine Feier zum Zehnjährigen gibt es natürlich auch, sie soll irgendwann Anfang Dezember steigen. „Dann werden wir unseren Erfolg gemeinsam feiern und alle dazu einladen, betont Werner.

Sein Fazit nach einer Dekade „United Noise“: „Wir sind alle sehr stolz auf das Erreichte und bedanken uns bei der Kronenwerke GbR, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Ich denke, wir haben mitgeholfen, dass sich die lokale Musikszene weiter entwickeln konnte.“

Die Osterrocknacht (unten) ist eine der erfolgreichen Veranstaltungen von United Noise. Oliver Werner (li.) zieht nach zehn Jahren eine positive Bilanz.

Fotos: mig

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