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Verwaltung drängt auf neue Stelle

Doch bald Integrationsbeauftragter?

STADTHAGEN. Vor einem Jahr ist die Stadtverwaltung mit der Idee an die Politik herangetreten, eine Integrationsbeauftragte einzustellen. Jetzt könnte sich eine Entscheidung anbahnen. In der Sozialausschusssitzung am 25. Januar stellt die Verwaltung die angeforderte Stellenbeschreibung samt Kostenplan vor.

veröffentlicht am 12.01.2018 um 11:50 Uhr

Für „intensive Vernetzungs- und Beziehungsarbeit“ soll die Stelle eines Integrationsbeauftragten geschaffen werden. Jetzt entscheidet sich, ob die Stadt Stadthagen das Geld bereitstellen will. Symbolfoto: Pixabay

Autor:

mira colic
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Eine halbe Stelle (25 Stunden) würde die Stadt demnach 43 000 Euro kosten (inklusive 5000 Euro Qualifizierungsmaßnahmen), eine ganze Stelle (39 Stunden) 69 000 Euro (inklusive 10 000 Euro). Fördermöglichkeiten auf EU-, Bundes- und Landesebene gebe es laut Stadt nicht. Allerdings, heißt es in der Beschlussvorlage, werde eine „Refinanzierung der Stelle durch die Akquise von Projektfördermitteln angestrebt“.

Der Standpunkt der Verwaltung ist klar: Der Stellenumfang von 25 Stunden „würde nicht vollständig den Anforderungen und Empfehlungen entsprechen, die sich aus dem Workshop ergeben haben“. Wie berichtet, hatten sich im Oktober Vertreter aus Politik und Verwaltung mit Experten aus der örtlichen Flüchtlings- und Integrationsarbeit – der Awo, der Diakonie, der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe des Landkreises und dem Integrationsbeirat der Stadt – zusammengesetzt. Dabei waren vor dem Hintergrund einer steigenden Zahl von Menschen mit Migrationshintergrund Ziele für eine nachhaltige Integrationsarbeit formuliert worden. Zur Umsetzung sah die Gruppe die Einrichtung einer hauptamtlichen koordinierenden Stelle für Stadthagen für unerlässlich.

Dazu heißt es in der Sitzungsvorlage weiter: „Soll die dort angestrebte intensive Vernetzungs- und Beziehungsarbeit zu den unterschiedlichen Akteuren und die Etablierung einer lebendigen und nachhaltigen Dialog- und Beteiligungskultur erreicht werden, hätte dies einen erheblichen zeitlichen Mehraufwand zur Folge. Um diesen Erwartungen entsprechen zu können, müsste eine Vollzeitstelle eingerichtet werden.“

Aktuell würden die Themen Migration und Integration von der Verwaltung nur stellenweise und unabhängig voneinander bearbeitet – etwa von der Gleichstellungsbeauftragten mit der Ausrichtung des Internationalen Frauenfrühstücks, von der Stadtjugendpflege mit der Organisation des „Jugend-Sport-Kulturfestes“, vom Familienzentrum mit niedrigschwelligen Angeboten, den städtischen Kitas durch Sprachförderung und der Fachkraft für Soziales, die den Integrationsbeirat und Ehrenamtliche begleitet.

Die Integrationsbeauftragte soll die interne und externe Koordinierung der Integrationsarbeit koordinieren, ein Integrationskonzept erarbeiten, mit den örtlichen Organisationen zusammenarbeiten und Ansprechpartner für Menschen, Organisationen und Verbände sein.

Die Stelle soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt ausgeschrieben und zunächst auf zwei Jahre befristet werden. Zustimmen müsste sowohl der Verwaltungsausschuss als auch Rate der Stadt.

Der Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur tagt am Donnerstag, 25. Januar, ab 17 Uhr im Ratssaal.

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