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Spielmacher rettet GWD Minden in letzter Sekunde einen Punkt gegen FA Göppingen

Doders Geniestreich

veröffentlicht am 14.09.2017 um 22:19 Uhr

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Uwe Kläfker Redakteur Sport zur Autorenseite

MINDEN. GWD Minden hat in der Handball-Bundesliga den vierten Punkt unter Dach und Fach gebracht. Dalibor Doder erzielte mit der Schlusssirene den 26:26 (12:16)-Ausgleich gegen FA Göppingen. „Wir sind natürlich super glücklich mit dem Punkt“, sagte GWD-Trainer Frank Carstens, der voll des Lobes für Doder war: „Ein Geniestreich, er hat im Spiel Verantwortung übernommen.“ Sein Pendant Magnus Andersson haderte dagegen: „Ich bin unzufrieden, aber wir sind selbst Schuld.“

GWD blieb in den Startlöchern hängen, benötigte sieben Versuche zum ersten Treffer durch Doder (7.). Da führten die Gäste bereits mit 4:0. Nach einer ersten Auszeit brachte Carstens den angeschlagenen Nenad Bilbija für den glücklosen Marian Michalczik (7.). Die Gastgeber kamen auf 4:5 heran (11.), machten sich das Spiel anschließend selbst schwer. Neben einer schwerfälligen Abwehr funktionierten Anspiele nicht und gute Chancen, darunter zwei Siebenmeter, wurden vergeben. Zudem drückte FA mächtig aufs Tempo – was zu leichten Toren führte. Weiteres Handicap: Christoffer Rambo erwischte im rechten Rückraum einen schlechten Tag, dem Norweger gelang kein Treffer. Über 9:7 und 12:9 zogen die nicht fehlerfreien Süddeutschen zur Pause auf 16:12 weg. „Wir haben Glück, dass wir nur mit vier Toren zurücklagen“, analysierte Carstens.

Das änderte sich nach der Pause grundlegend. Die Abwehr stand nun viel besser, das Rückzugsverhalten wurde schlauer. Zweimal feierten die Gastgeber ein Comeback: Doder glich beim 18:18 (38.) erstmals aus. „Das war der Knackpunkt: Da macht Minden fünf Tore in Folge“, ärgerte sich Göppingens sportlicher Leiter Christian Schöne.

Es sah fast nach einer Blaupause des ersten Durchgangs aus, weil sich die Mindener durch schlechtes Angriffsverhalten erneut in die Bredouille brachten. Allan Damgaard erzielte das 23:20 (45.) für die Gäste. Wieder kamen die Weserstädter zurück. Nach dem 23:23-Ausgleich durch Andreas Cederholm dauerte es sechs Minuten, ehe GWD endlich in Führung ging – Doder hatte zum 24:23 getroffen. Die verbleibenden sieben Minuten glichen dann einem Krimi mit Siegchancen auf beiden Seiten. GWD-Keeper Espen Christensen hielt furios, aber eine Minute vor der Schlusssirene lag FA erneut vorn – 26:25. Zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff war es Doder, der den Ball zum 26:26 im Tor unterbrachte. „Wir können mit dem Punkt gut leben“, sagt Frank von Behren, sporlicher Leiter bei GWD.

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