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Richtfest für Neubau Bäckerstraße 58

Drei neue Wohnungen schließen Baulücke

RINTELN. Wo einst ein altes Fachwerkhaus stand, nämlich auf dem Grundstück Bäckerstraße 58, füllt nun ein Neubau die nach einem Brand entstandene Baulücke. Drei neue Wohnungen sind hier entstanden.

veröffentlicht am 18.06.2017 um 18:31 Uhr

Beim Richtfest (v. li.): Dietrich Kipping, Astrid Krause, Alf Schatzl, Thomas Gieselmann, Ernst Brendel und Jürgen Söffker. Foto: cok
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Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite
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RINTELN. Wie der Phönix aus der Asche, so ist in der Bäckerstraße 58 nun auf dem Grundstück des im Jahr 2015 abgebrannten Fachwerkhauses ein neues Haus entstanden. Am Wochenende feierte Bauherr Thomas Gieselmann mit den beteiligten Handwerkern und Freunden das Richtfest, und auch die Rintelner werden alles in allem froh sein, dass die Baulücke gegenüber der Giebelgasse jetzt geschlossen ist.

Drei großzügig geschnittene, moderne Wohnungen, eine davon barrierefrei, entstanden hinter einer Fassade, die noch mit aufgesetztem Fachwerk verziert wird. In den Augen von Laien wird der Unterschied zwischen Alt und Neu also gar nicht so groß sein. „Wir haben sämtliche Auflagen der Gestaltungssatzung erfüllt“, betont Gieselmann. Diese verlangt mit vielerlei Vorschriften, wie sich ein Neubau in das historische Ambiente der Altstadt einzufügen hat.

Ausschließlich lokale Betriebe, die meisten davon aus Rinteln, waren es, die sich am Bau beteiligten, in den insgesamt 750 000 Euro investiert wurden. Bauunternehmer Jürgen Söffker aus Deckbergen arbeitete dabei mit dem Zimmereibetrieb Weihmann (Ahnsen), Glasbau Schatzl (Deckbergen), Elektro Beckmann und dem Sanitärbetrieb Lissek zusammen. Dachdecker Tebbe kommt aus Porta Westfalica, die Bauplanung hatte das Bauingenieur-Büro Kipping aus Engern übernommen.

Da der abgerissene Altbau unter Denkmalschutz gestanden hatte, war der Bauforscher Dr. Michael Sprenger beauftragt worden, das Gebäude vor dem endgültigen Abriss bauhistorisch zu dokumentieren. Es war um 1800 gebaut worden, gehörte durch seine Lage und die wohnliche Bauart zu den höherwertigen und stilprägenden Gebäuden der Stadt.

Dass der Brand im Dachgeschoss und die Folgen der Löscharbeiten schließlich zum Abriss führten, hatten viele sehr bedauert. Die Kosten von immerhin 7000 Euro für die bauhistorische Dokumentation übernahm Bauherr Gieselmann. Auch eine archäologische Untersuchung des Grundstücks war verpflichtend gewesen.

Die drei Wohnungen sollen ab sofort zu ortsüblichen Preisen vermietet oder verkauft werden. Besonders interessant ist dabei die Wohnung im zweiten Obergeschoss mit ihrem großen Balkon, der eine schöne Aussicht über Rintelns Altstadt bietet.

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