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Kritik an Polizei

Drei Tage tot in Wohnung

BAD NENNDORF. Ein 79 Jahre alter Bad Nenndorfer ist in der vergangenen Woche leblos in seiner Wohnung aufgefunden worden. Besorgte Nachbarn alarmierten die Einsatzkräfte. Nachdem diese sich Zutritt verschafft hatten, stellte sich heraus, dass der Mann bereits seit drei Tagen tot war.

veröffentlicht am 14.01.2018 um 18:28 Uhr

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Noch während der Leichenwagen vor der Tür des Mehrfamilienhauses an der Hauptstraße stand, beschwerte sich ein Passant über die Vorgehensweise der Polizei. Ihm zufolge hätten die Beamten zu lange damit gezögert, die Tür aufzubrechen.

Michael Panitz, Leiter des Polizeikommissariats Bad Nenndorf, bekräftigte gegenüber dieser Zeitung, dass alles nach Vorschrift verlaufen sei. Gegen 14.30 Uhr war der Notruf in der Leitstelle eingegangen, der dann an die Polizei in Nenndorf weitergeben wurde. Eine Nachbarin hat den Notruf abgegeben. Der 79-Jährige war Hausmeister des Mehrfamilienhauses. Als den Nachbarn auffiel, dass der Mann es in dieser Woche versäumt hatte, die Mülltonnen an die Straße zu stellen, alarmierten sie aus Sorge die Polizei.

Daraufhin waren die Beamten um etwa 15 Uhr vor Ort, erklärt Panitz. Eine weitere halbe Stunde später veranlassten die Polizeibeamten dann weitere Schritte und orderten einen Rettungswagen sowie einen Schlüsseldienst. Nachdem sich die Einsatzkräfte Zutritt zu der Wohnung verschafft hatten, stellte sich heraus, dass der Mann bereits seit drei Tagen tot war.

„Wir haben die Tür zeitnah geöffnet“, betonte Panitz. Die Beamten müssen zunächst rundum ermitteln. Anders sei es, wenn beispielsweise ein Geruch vor der Tür wahrnehmbar ist oder die Beamten durch ein Fenster eine leblose Person erspähen. „Wir können nicht immer gleich mit der Ramme in die Wohnung gehen“, erklärte der Dienststellenleiter.göt

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