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Vor Gericht

EC-Karte geklaut, 2500 Euro abgehoben

RINTELN. Ein 25-Jähriger klaut einem Kumpel die EC-Karte und hebt 2500 Euro ab. Das musste er nun vor Gericht mit einer hohen Geldstrafe büßen. Eine Erklärung blieb der Angeklagte jedoch schuldig.

veröffentlicht am 27.12.2017 um 14:33 Uhr

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RINTELN. Ein 25 Jahre alter Rintelner, der einem Freund (51 Jahre) die EC-Karte gestohlen und anschließend dessen Konto um 2500 Euro erleichtert hatte, muss nun selbst tief in die Tasche greifen: Richter Simon Langer verurteilte den jungen Mann zu einer Geldstrafe in Höhe von 3150 Euro, umgerechnet drei Monatseinkommen für den geständigen Angeklagten. Dabei lautete der Schuldspruch auf Diebstahl, Betrug und Urkundenfälschung.

Im November 2015 kreuzte der 25-Jährige an einem frühen Nachmittag in der Wohnung des Freundes auf. Die beiden waren verabredet und wollten einen Gutschein in Herford besorgen. Vor der Fahrt ging der 51-Jährige auf die Toilette. Vermutlich in dieser Zeit entwendete der Angeklagte dessen EC-Karte.

Nach der Rückkehr aus Herford blieb der Freund in seiner Wohnung, während der 25-Jährige noch am selben Nachmittag mit der Scheckkarte in ein Geldinstitut marschierte. Er ging an den Schalter, legte die Karte vor und wollte 2500 Euro in bar und in großen Scheinen abheben. Dabei gab er an, der Freund zu sein, und unterschrieb den Abhebungsbeleg mit dessen Namen. Da keine Konto- oder Kartensperre vorlag und zudem die Unterschriftenkarte des rechtmäßigen Kontoinhabers knapp 20 Jahre alt war, fiel die betrügerische Absicht des Angeklagten nicht sofort auf. Er bekam das Geld und verließ damit die Bank.

Allerdings flog die Tat noch am selben Tag auf, es gab auch eine Videoaufzeichnung von dem Geschehen. Der Geschädigte bekam unmittelbar nach dem Vorfall einen Anruf einer Mitarbeiterin des Geldinstituts. Diese fragte ihn, ob er 2500 Euro abgehoben hätte. Er antwortet: „Nein, ich liege auf dem Sofa.“

Die 2500 Euro hat der Angeklagte bis heute nicht zurückbezahlt. „Ich wollte mich noch mal dafür entschuldigen, dass ich das überhaupt gemacht habe“, sagte er in seinem Schlusswort. Zu den Umständen oder Hintergründen der Tat wollte er jedoch keine Angaben machen. maf

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