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Schwierigster Teil des Baus erledigt

Edelstahl-Kolosse für neuen Trinkwasserbehälter am Haken

BERNSEN. Der Wasserverband Nordschaumburg lässt zwischen der Autobahn und der Landesstraße 443 im Bereich Bernsen einen neuen Trinkwasserbehälter bauen. Am Mittwochmorgen mussten die beiden 5,2 Tonnen schweren Edelstahlbehälter in das Gebäude gestellt werden – kein leichtes Unterfangen.

veröffentlicht am 11.01.2018 um 14:36 Uhr
aktualisiert am 11.01.2018 um 15:44 Uhr

Die 5,2 Tonnen schweren Edelstahlbehälter werden mithilfe eines Krans im Gebäude platziert. Foto: la
Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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BERNSEN. Klappt das alles? Kommen die Schwertransporter pünktlich an, und schaffen sie es, durch den Matsch über den Feldweg zu rollen? Spannend war es am Mittwochmorgen in Bernsen. Deshalb hatten sich Werner Volker, Geschäftsführer des Wasserverbandes Schaumburg, und seine Mitarbeiter Andreas Gerber und Holger Meier auf den Weg ins Auetal gemacht, um das Spektakel zu verfolgen.

Der Wasserverband Nordschaumburg lässt zwischen der Autobahn und der Landesstraße 443 im Bereich Bernsen einen neuen Trinkwasserbehälter bauen. Die Holzkonstruktion ist fertig und ein großer Teil bereits mit Lärchenholz verkleidet. „Das passt sich gut der Landschaft an“, stellte Volker fest.

Nun mussten die beiden 5,2 Tonnen schweren Edelstahlbehälter in das Gebäude gestellt werden. „Wir wussten bis 17 Uhr am Dienstag nicht, ob die Schwertransporter in der Nacht starten konnten und somit der Einbau passieren konnte“, erzählte Volker. Nachdem dann die Genehmigung für die Schwertransporter vorlag, starteten die beiden Lkw mit den Kolossen nachts im Oberallgäu, wo die Edelstahlbehälter hergestellt wurden. 6,50 Meter hoch und mit einem Durchmesser von vier Meter können 75 000 Liter Wasser in jedem der Behälter gespeichert werden.

Holger Meier (v. li.), Andreas Gerber und Werner Volker vom Wasserverband Nordschaumburg sind erleichtert, dass alles geklappt hat und die Edelstahlbehälter an ihrem Platz stehen. Foto: la
  • Holger Meier (v. li.), Andreas Gerber und Werner Volker vom Wasserverband Nordschaumburg sind erleichtert, dass alles geklappt hat und die Edelstahlbehälter an ihrem Platz stehen. Foto: la

Morgens um 6 Uhr kamen die Schwertransporter in Bernsen an. Der Feldweg hinauf zum Gebäude war zum Teil mit großen Platten befestigt worden, damit die schweren Fahrzeuge, darunter auch ein Kranwagen, nicht versackten. „Das hat aber alles prima geklappt“, freute sich Volker.

Mithilfe des Krans schwebten schließlich die beiden Behälter nacheinander ins Innere des Gebäudes und fanden dort den vorgesehenen Platz. „Das ist geschafft. Das war heute wirklich der wichtigste Termin und da bis zum Schluss alles auf der Kippe stand, sind wir jetzt umso mehr erleichtert“, stellten die drei Männer des Wasserverbandes unisono fest.

Sofort begannen Mitarbeiter der Fachfirma aus dem Oberallgäu, die Behälter anzuschließen. „Jetzt wird die Halle geschlossen. Das heißt, das Dach kommt drauf, und zwar wohl noch in dieser Woche“, erklärte Meier den weiteren Ablauf der Arbeiten. Dann folgen die Verrohrung und Installation, und schließlich wird das Gebäude noch gefliest. „Die Behälter sind zwar bereits gereinigt hier angeliefert worden, aber vor der Inbetriebnahme werden sie nochmals gespült“, erklärte Gerber. Einige Wochen wird an dem neuen Trinkwasserbehälter wohl noch gearbeitet. „Wir wollten im ersten Halbjahr 2018 fertig werden und das schaffen wir auch“, ist Volker sicher. Dann sollen die Bürger zu einer Einweihung mit Besichtigungsmöglichkeit der neuen Anlage eingeladen werden.

Insgesamt investiert der Wasserverband Nordschaumburg 430 000 Euro in das Projekt. Notwendig geworden ist der Neubau, da die Technik in dem alten Behälter aus den 50er- und 60er-Jahren immer wieder Probleme gemacht hat. Kolibakterien wurden dann nachgewiesen, und die Bürger mussten ihr Trinkwasser zeitweise vor dem Gebrauch abkochen.

„Das hat mit der Inbetriebnahme des neuen Trinkwasserbehälters ein Ende“, verspricht Volker.

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