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152 Paare haben sich im vergangenen Jahr in Stadthagen das Ja-Wort gegeben

Ehe ist wieder in

STADTHAGEN. Der Trend geht wieder hin zur Ehe – zumindest belegen dies Zahlen des Stadthäger Standesamts. Haben sich 2016 noch 109 Paare das Ja-Wort gegeben, waren es im vergangenen Jahr bereits 152.

veröffentlicht am 11.01.2018 um 17:56 Uhr

Letzte Trauung im Jahr 2017: Standesbeamter Volker May gratuliert am 29. Dezember Sonja und Jens Schröder zur Hochzeit. Foto: rg

Autor:

Mira Colic
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Darunter auch ein gleichgeschlechtliches Paar. Im Dezember fand die erste Eheschließung nach dem neuen Recht in der Kreisstadt statt.

Für den Standesbeamten Volker May setzt sich damit ein Trend fort, den er schon einigen Jahren beobachte. „Und in diesem Jahr werden wir die Zahl aus dem Vorjahr mindestens wieder erreichen“, schätzt May mit Blick auf die rund 50 Anmeldungen, die ihm bereits vorlägen. Anfang des Monats hat es dann auch schon die zweite gleichgeschlechtliche Hochzeit gegeben, zwei Frauen haben sich das Ja-Wort gegeben.

Von den in Stadthagen angemeldeten Trauungen haben nicht alle auch hier vor Ort stattgefunden. 31 Paare haben auswärts geheiratet. Bei den Heiratswilligen, die sich gern in der Kreisstadt das Ja-Wort geben wollen, scheint das Rittergut in Reinsen-Remeringhausen immer beliebter zu werden. Wie May erklärt, kämen auch viele von auswärts, die von der Location begeistert seien. Im Vergleich zum Jahr 2016 hat sich die Zahl der Eheschließungen dort auf 30 verdoppelt. Für das Gut spreche vor allem der weitläufige Park, in dem sich Paare gerne im Sommer trauen lassen. Im historischen Trauzimmer im alten Rathaus haben 91 (+12) Paare Ja gesagt.

Wie die Statistik belegt, haben sich nicht nur deutlich mehr Paare mit deutscher Staatsbürgerschaft trauen lassen, sondern auch 13 mit ausländischem Pass. Das waren elf mehr als im Vorjahr. Zurückzuführen sei dies auch auf den vermehrten Zuzug von Asylbewerbern in die Stadt, vermutet May.

Und noch einmal gestiegen ist zum Vorjahr die Zahl der Paare, die ganz konservativ den Namen des Mannes zum Ehenamen erklärt haben. 92 Prozent haben die traditionelle Variante gewählt, fünf Prozent mehr als 2016. Ist die Entscheidung für einen Ehenamen einmal getroffen, ist diese unwiderruflich und kann während der Ehe nicht mehr rückgängig gemacht werden.

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