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Nach zahlreichen Verzögerungen

+++EILT: Neues Klinikum soll Anfang Dezember eröffnen

Der Einzug in das neuen Gesamtklinikum Schaumburg in Vehlen ist für Ende November (Kalenderwoche 48) geplant. Voraussetzung ist die baurechtliche Abnahme und die Abnahme der Lüftungsanlage, deren Ergebnisse frühestens am 24. November vorliegen. Nach SZ/LZ-Informationen soll der Umzug aus dem Bückeburger Klinikum am 28. November, aus dem Stadthäger Krankenhaus am 29. November stattfinden.

veröffentlicht am 08.11.2017 um 16:18 Uhr
aktualisiert am 08.11.2017 um 18:00 Uhr

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Jakob Gokl Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
LANDKREIS. Wenn alles gut geht, dann soll der Umzug in das neue Gesamtklinikum in Vehlen Ende November stattfinden. Eine Eröffnung des Neubaus wäre dann für Anfang Dezember geplant. Das bestätigte gestern Agaplesion-Geschäftsführer Dr. Achim Rogge in einer Pressemitteilung. Voraussetzung dafür sind die baurechtliche Abnahme und die Abnahme der Lüftungsanlage des Krankenhausneubaus. Die Ergebnisse der Überprüfung werden allerdings frühestens am 24. November vorliegen.

Nach SZ/LZ-Informationen ist der interne Zeitplan danach sehr ambitioniert. Schon am 28. November sollen die Patienten des Bückeburger Krankenhauses nach Vehlen gebrach werden, am 29. November jene aus Stadthagen verlegt werden.

Da sich der Umzug der Krankenhäuser in den Neubau bereits verzögert hat, wird nun laut Agaplesion zum nächstmöglichen Termin geplant. Die Planung umfasst einen Vorumzug, den Hauptumzug der Patienten und Geräte, sowie einen Nachumzug. Geschäftsführer Dr. Achim Rogge: „Bereits beim Vorumzug werden die Bereiche mit Gütern und Medikamenten bestückt, sodass die Patienten ab Betreten des neuen Klinikums medizinisch und pflegerisch exzellent versorgt sind.“

Aus gut informierter Quelle war aber zu Erfahren, dass die Notaufnahmen in Bückeburg und Stadthagen und die Notaufnahme am neuen Klinikum während des Umzuges nicht dienstbereit sind. Das würde bedeuten, dass alle Notfallpatienten zu Kliniken außerhalb des Landkreises gebracht werden müssten. Eine offizielle Bestätigung oder weitergehende Nachfragen waren gestern bei Agaplesion nicht möglich.

Geschäftsführer Dr. Rogge hält gegenüber der SZ/LZ allerdings eine große Hintertüre offen: „Wir haben stets gesagt, dass wir den Neubau im Herbst beziehen werden. Der Winter beginnt dieses Jahr am 22. Dezember. Wir erwarten, dass die beiden letzten Abnahmen reibungslos laufen, und wir den Neubau tatsächlich Ende November beziehen können. Dann hat die Bauzeit dieses Mammutprojektes nicht länger als drei Jahre gedauert. Für ein Klinikum der Schwerpunktversorgung ist das ein guter Zeitrahmen. Sollte wider Erwarten eine der Abnahmen nicht erfolgen, stellen wir intern sofort auf einen neuen Umzugstermin um. Das Zeitfenster ,Herbst 2017‘ wollen wir jedoch einhalten.“

Sobald die Voraussetzungen erfüllt sind, werden insgesamt 200 bis 250 Patienten der Standorte Bückeburg und Stadthagen in Zusammenarbeit mit dem DRK Schaumburg ins neue Klinikum nach Obernkirchen gebracht.



Die Pressemitteilung im Wortlaut: Dr. med. Achim Rogge, Sprecher der Geschäftsführung: „Ein Umzug dieser Dimension bedarf einer sehr zeitintensiven und genauen Planung. Diese aufwändige Planung muss vorab nicht nur gut durchdacht, sondern auch mit vielen Ansprechpartnern diskutiert, abgestimmt und koordiniert werden: mit Dienstleistern wie z.B. der Spedition, und dem Rettungsdienst, der für den Patiententransport von den Alt-Standorten zum Klinikneubau zuständig ist. Für solche Detailabstimmungen ist es unabdingbar, dass mögliche Umzugsdaten avisiert und auch intern mit Kooperationspartnern und Dienstleistern kommuniziert

werden.“

Da sich der Umzug der Krankenhäuser in den Neubau bereits verzögert hat, wird nun zum nächstmöglichen Termin geplant. Diese Planung umfasst einen Vorumzug, den Hauptumzug der Patienten und Güter (wie z.B. technische Geräte und Mobiliar) sowie einen Nachumzug. Dr. med. Achim Rogge: „Bereits beim Vorumzug werden die Bereiche mit Gütern und Medikamenten bestückt, sodass die Patienten ab Betreten des neuen Klinikums medizinisch und pflegerisch exzellent versorgt sind.“ Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, findet der Hauptumzug an zwei Tagen in der Kalenderwoche 48 statt. Insgesamt 200 bis 250 Patienten der Standorte Bückeburg und Stadthagen werden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Schaumburg mit der für sie am besten geeigneten Transportart ins neue Klinikum nach Obernkirchen gebracht. Nach dem Hauptumzug dauert es noch einige Wochen, bis die Liegenschaften an die Besitzer übergeben werden können. In dieser Zeit werden die beiden verlassenen Krankenhäuser „besenrein“ gemacht.

Dr. med. Achim Rogge: „Wir haben stets gesagt, dass wir den Neubau im Herbst beziehen werden. Der Winter beginnt dieses Jahr am 22. Dezember. Wir erwarten, dass die beiden letzten Abnahmen reibungslos laufen, und wir den Neubau tatsächlich Ende November beziehen können. Dann hat die Bauzeit dieses Mammutprojektes nicht länger als drei Jahre gedauert. Für ein Klinikum der Schwerpunktversorgung mit einer Gesamtbruttogeschossfläche von 45.400 m2 ist das ein guter Zeitrahmen. Sollte wider Erwarten eine der Abnahmen nicht erfolgen, stellen wir intern sofort auf einen neuen Umzugstermin um. Das Zeitfenster „Herbst 2017“ wollen wir jedoch einhalten.“

Die Geschäftsführung des AGAPLESION EV. KLINIKUM SCHAUMBURG wird Informationen an die örtliche Presse weitergeben, die die Patienten- und Notfallversorgung im Schaumburger Land an den beiden Tagen betreffen, an denen der Klinikneubau von den Patienten bezogen wird. Außerdem werden verschiedene Anzeigen in Tageszeitung und Wochenblatt geschaltet, sobald feststeht, dass die Aufnahme zum öffentlichen Betrieb eines Krankenhauses erteilt wurde und der Umzug tatsächlich beginnt.

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