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Rekonstruktion nach Brand

Ein „Gartensaal“ im Barockstil

REMERINGHAUSEN. Einen zusätzlichen Veranstaltungsraum hat das Rittergut Remeringhausen zu bieten. Nach dem Wiederaufbau eines vor drei Jahren durch einen Brand zerstörten früheren Stallgebäudes ist der „Gartensaal“ entstanden. Dieser steht nun für Hochzeiten und Tagungen sowie Feierlichkeiten jeder Art zur Verfügung.

veröffentlicht am 12.10.2017 um 18:32 Uhr

Hochragende Balkenkonstruktionen tragen den 350 Quadratmeter großen und acht Meter hohen „Gartensaal“. FOTOS: PR.

Autor:

Stefan Rothe
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Erstmals öffentlich präsentiert werden soll der „Gartensaal“ beim „Novemberklüngel“ vom 3. bis 5. November. Künftig sollen hier nach Darstellung des Rittergutes zudem vermehrt Konzerte dargeboten werden. Eine erste Kostprobe gibt es demnach am 8. Dezember mit einem weihnachtlichen Konzert und Lesungen des Gallhof-Ensembles unter Leitung von Heike Scholl-Braun. Der „Gartensaal“ weist insgesamt 350 Quadratmeter in zwei bis zu acht Meter hohen Räumen auf und bietet bis zu 200 Besuchern Platz.

Der „Gartensaal“ ist nach Darstellung eines Rittergut-Sprechers auf den Grundmauern eines ehemaligen Stallgebäudes im Eingangsbereich des Gutshofes entstanden. Im Juni 2013 brannte dieses aufgrund eines technischen Defekts aus. Bereits in den sechziger Jahren war das damals markante Fachwerkgebäude schon einmal einem Brand zum Opfer gefallen. Es wurde damals „als zweckdienlicher Backsteinbau wiederaufgebaut, der nichts mit der Optik des vorherigen Bauwerks zu tun hatte“, wie der Sprecher berichtet.

Doch mit der Rekonstruktion des Gebäudes im Barockstil hat der Gutshof wieder sein ursprüngliches Gesicht zurück erhalten. Zwei spiegelgleiche Fachwerkgebäude säumen den Eingang zum Gut. Zu Zeiten des Barock war diese Symmetrie des Gebäude-Ensembles von prägender Bedeutung.

Den ursprünglichen Anblick im Barockstil bietet der „Gartsensaal“ nach seiner umfassenden Restaurierung.
  • Den ursprünglichen Anblick im Barockstil bietet der „Gartsensaal“ nach seiner umfassenden Restaurierung.

Inhaber Nicolaus von Schöning habe „die freitragende Holzkonstruktion des Gebäudes nach barocken Vorbildern selbst entworfen“, so der Sprecher. Es sei „nicht einfach gewesen, für eine solche Idee begleitende Architekten und Zimmerleute zu finden“. Und: „Bei Behörden, Statikern und Architekten gab es viel Erklärungsbedarf.“

Aus Eichen, Lärchen und Fichten habe von Schöning zusammen mit einem befreundeten Zimmermann Balken und Bretter hergestellt. Einzelne Balken der Dachkonstruktion wiegen nach Angaben des Sprechers fast eine Tonne. Es habe fast zwei Jahre gedauert, bis alle Einzelteile für Fachwerk, Dachkonstruktion und Innenausstattung hergestellt waren.

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