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Flächennutzungsplan geändert

Ein klares Ja zu Edeka-Neubau – Bedenken in Pohle

Samtgemeinde Rodenberg (rwe). Die erste Etappe im Verfahren um den Bau des neuen Regionallagers der Edeka ist erreicht. Der Rodenberger Samtgemeinderat hat einstimmig und ohne Diskussion den Flächennutzungsplan für die 32,6 Hektar große Fläche zwischen Lauenau, Pohle und Apelern geändert.

veröffentlicht am 16.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 04:41 Uhr

Mit einem Lob an alle Beteiligten gab Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann gleich zu Beginn die Richtung vor: „Wir haben ein bedeutendes Etappenziel erreicht“, freute er sich und dankte für die Unterstützung durch die Eigentümer und die Begleitung durch den Landkreis, der viele Türen geöffnet habe. „So ein Verfahren schüttelt man nicht aus dem Ärmel“, meinte Heilmann. Das Ingenieurbüro habe die Samtgemeinde gut und schnell durch den Planungsprozess gelotst. Mit Blick auf die öffentliche Auslegung und die Beteiligung öffentlicher Träger sprach Heilmann von „fast durchweg positiven Stellungnahmen“. Andere Hinweise seien gelöst worden oder „wir haben sie sauber gewürdigt“. Damit bezog er sich auf die Kritik eines Bürgers aus Pohle, der das Projekt als „überdimensioniert“ bezeichnet, die Umweltzerstörung und den Verlust bedeutender Ackerflächen moniert sowie daran zweifelt, dass sich die teure Ansiedlung für Rodenberg rechnet.

Am morgigen Dienstag um 19 Uhr sollen die Fachausschüsse aus Lauenau und Apelern sowie der Pohler Rat gemeinsam im Lauenauer Bürgerhaus die Bauleitplanung auf den Weg bringen. Doch in Pohle gibt es weitere Bedenken. Ratsherr Ralf Wilkening warnte in der Sitzung am vergangenen Donnerstag, dass ein Beschluss rechtswidrig und damit nichtig sein könnte. Da der Rat nicht in Pohle tagen wird, verletze er das Öffentlichkeitsprinzip. Nur sachlich zwingende Gründe erlaubten eine Ausnahme. „Die sehe ich hier nicht“, meinte Wilkening und gab zu bedenken, dass durch einen fehlerhaften Beschluss die ganze Folgeplanung gefährdet wird. Er wolle kein Sitzungsgeld verprassen, um sich rechtswidrig zu verhalten. Der SPD-Politiker schlug vor, das Thema bald in Pohle zu beraten. Bürgermeisterin Gerlinde Mensching beauftragte die Verwaltung, die Rechtslage bis Dienstag zu prüfen.

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