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Heiligabend eingeläutet mit Christvesper auf dem Kirchplatz

Ein schöner Brauch

RINTELN. Es scheint den Rintelnern ein Bedürfnis zu sein, den Beginn der Weihnachtszeit im großen Kreis von vertrauten Menschen zu feiern. An Heiligabend versammeln sich daher jedes Jahr Menschen für die Christvesper auf dem Kirchplatz.

veröffentlicht am 26.12.2017 um 15:21 Uhr

Erschwerte Arbeitsbedingungen: Das Projekt-Bläser-Ensemble unter der Leitung von Christian Kornmaul, Irmtraud Brendel vom Kirchenvorstand und Pastorin Sabine Schiermeyer (l.) waren bei der Christvesper an Heiligabend auf ihrer „Bühne“ ganz dem kalten
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Autor

Claudia Masthoff Reporterin

RINTELN. Es scheint den Rintelnern ein Bedürfnis zu sein, den Beginn der Weihnachtszeit, den Heiligen Abend, im großen Kreis von Menschen, die das vertraute Lebensumfeld ihrer Heimatstadt bilden, zu feiern. Man möchte noch einmal Nachbarn, Freunde, Geschäftsleute, nähere und entferntere Bekannte in dieser besonderen von Vorfreude geprägten Stimmung treffen, bevor man sich ins eigene Zuhause, in die eigene Familie zurückzieht, um dort Weihnachten zu feiern.

Der Gottesdienst am späten Nachmittag des Heiligen Abends, der auf dem Kirchplatz unter freiem Himmel abgehalten wird, bietet den idealen Rahmen, um so eine Sehnsucht nach lebendig empfundener Gemeinschaft zu stillen. Diese Zusammenkunft auf dem gepflasterten Platz neben der St. Nikolai-Kirche hat so etwas ganz besonders zwangloses, offenes und freiwilliges. Man schlendert durch die adventlich beleuchtete Stadt und sammelt sich schließlich, beinahe wie absichtslos, vor dem großen Anhänger, auf dem bereits die Musiker des Projektbläser-Ensembles Platz genommen haben. Ein schöner Brauch, der zur besonderen Atmosphäre an diesem Abend beiträgt: Einige Besucher haben kleine Laternen mit brennenden Kerzen in der Hand.

Die Christvesper selbst, die von Pastorin Sabine Schiermeyer gehalten wird, dauert nicht übermäßig lange. Man muss sie schließlich bei jedem Wetter durchstehen können. Ein paar kurze einführende Worte – „Hier draußen sind wir ungeborgen und können ein wenig besser nachempfinden, wie sich die Schäfer fühlten, als ihnen die Engel erschienen, um von Christi Geburt zu künden“ – eine biblische Lesung, eine Weihnachtsgeschichte, mit der auch die anwesenden Kinder etwas anfangen können, und viele gemeinsam gesungene Weihnachtslieder machen den familienfreundlichen Charakter des Gottesdienstes aus. Und nachdem der liturgische Teil mit einem Segen beendet ist, sieht man auf dem Kirchplatz jede Menge freundlich lächelnder Gesichter, die sich gegenseitig ein frohes Fest wünschen. Ein schöner Brauch, hier in Rinteln.

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