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Stadthäger CDU blickt auf "weiche Standortfaktoren" / Fun-Park am Tropicana angepeilt

"Elektronisches Parkleitsystem muss her"

Stadthagen (ssr). Zentrale Punkte ihrer politischen Vorstellungen für Stadthagen haben führende Vertreter des CDU-Stadtverbandes dargeboten. In dem Pressegespräch legten sie dabei besonderen Wert auf die Darstellung ihrer Ziele für die "weichen Standortfaktoren", wie die stellvertretende Vorsitzende Marita Gericke betonte.

veröffentlicht am 09.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:26 Uhr

Hohe Priorität für die CDU habe die Erweiterung der Öffnungszeiten aller Kindertagesstätten für die Zeit von 6.30 bis 14 Uhr, sagte Gericke. Von 2008 an werde für zumindest einen Kindergarten ein Betreuungsangbeot sogar bis 20 Uhr angestrebt. Sehr rasch gelte es zu prüfen, inwieweit das neue 25-Millionen-Euro-Förderprogramm des Landes für die Finanzierung dieser Erweiterungen genutzt werden kann. "Erste Gespräche haben wir dafür in Hannover schon aufgenommen", berichtete Ratsherr Burkhard Balz. Der Union schwebe die Erweiterung der Freizeitangebote im Umfeld des "Tropicana" hin zu einem "Fun-Park" vor, skizzierte Bürgermeisterkandidat Gunter Feuerbach. Der Bau der Skater- und Inlineranlage sei dafür ein wichtiger Schritt. Als langfristiges Ziel nannte Feuerbach die Einrichtung einer Jugendfreizeitstätte innerhalb dieses "Fun Parks": "Der jetzige Jugend-Container an der Jahnstraße ist nicht die Idelallösung." Bei diesem Thema seien "kreative, innovative Lösungsansätze gefragt, die nach meiner Überzeugung nicht viel Geld kosten müssen". Von zentraler Bedeutung für die Kreisstadt sei die "zügige Erabeitung eines Tourismus-Konzepts", wie Fraktionsvorsitzender Bernd Englich unterstrich. Wenn Stadthagen vom Kuchen des neuen EU-Förderprogramms etwas abhaben wolle, müsse rasch ein schlüssiges Konzept her. Realistischer Schwerpunkt müssten Tages- und Wochenendgäste sowie Rad- und Reitwanderer sein, präzisierte Englich. Wichtig sei, ergänzte Feuerbach dazu, "keine isolierte Tourismusbaustelle Stadthagen aufzumachen, sondern unsere Ansätze in ein regionales Gesamtkonzept einzubinden". Nur so werde man an den Fonds der EU herankommen. Die Stärkung der Haupt- und Realschule hat sich die Union nach Auskunft von Gericke vorgenommen. Wenn die Einführung einer Ganztagsschule in den kommenden Jahren möglich werde, "dann hätte die Haupt- und Realschule für uns da die erste Priorität". Auch eine engere Vernetzung zwischen Haupt- und Realschule und städtischer Jugendarbeit sei anzustreben, ergänzte Gericke. Einen "erheblichen Verbesserungbedarf" sieht die CDU beim städtischen Parkleitsystem. Hier müsse sehr zügig ein "intelligentes, leicht verständliches und gut überschaubares elektronisches System" her, forderte Balz. Was zur Finanzierung nötig sei, "das muss die Stadt halt bereitstellen", fügte Feuerbach hinzu. Was die Wirtschaftsförderung angehe, komme es vor allem auf eine Verbesserung der Bestandspflege ortsansässiger Unternehmen an, sagte Englich. Zudem müsse hinter die Vermarktung der 110 Hektar Gewerbeflächen an der Nordost-Tangente erheblich mehr Druck gesetzt werden.

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