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Fusion der Feuerwehren Deckbergen und Schaumburg rückt näher

Endlich der erste Spatenstich fürs neue Feuerwehrdomizil

DECKBERGEN. Das lange Warten hat ein Ende: Nach fast drei Jahren Planungszeit haben am Montag die Bauarbeiten zum neuen gemeinsamen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehren Deckbergen und Schaumburg mit dem symbolischen Akt des ersten Spatenstichs begonnen.

veröffentlicht am 05.03.2018 um 18:45 Uhr

Gleich acht erste Spatenstiche, das muss Glück bringen: Stadtbrandmeister Friedel Gabe (vorne, v. li.), die Ortsbrandmeister Sascha Meier und Ralf Bredemeier, Bürgermeister Thomas Priemer, Bauunternehmer Kay Steding, Baudirektorin Elena Kuhls, Ortsbü

Autor:

Niklas Könner
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DECKBERGEN. Im Beisein zahlreicher Wehrmitglieder gaben die Verantwortlichen der Feuerwehren sowie Vertreter des beauftragten Bauunternehmens Steding gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Priemer den offiziellen Startschuss für das Projekt.

Bereits Anfang 2015 war die Idee zu dem neuen Gerätehaus entstanden, das sich die Ortsfeuerwehren Deckbergen und Schaumburg in Zukunft teilen werden. Eine Kooperation dieser Art zweier Feuerwehren ist in Rinteln ein Novum. Es sei daher ein bedeutsamer Tag für das Feuerwehrwesen der Stadt Rinteln, maß Priemer dem Neubau hohe Bedeutung zu. „Wir schaffen hiermit ein Stück prägende Identifikation für die Gesellschaften beider Dörfer.“

Anlass zum Bau des neuen Hauses waren die nachteiligen Gegebenheiten der aktuellen Gerätehäuser beider Feuerwehren. So sind in Schaumburg die Räume arg beengt, und es herrscht Platzmangel bei den wöchentlichen Übungsdiensten. Eine unübersichtliche Zufahrt sowie der Standort mitten im Wohngebiet machen den Deckberger Feuerwehrleuten das Leben schwer.

So soll das neue Feuerwehrhaus aussehen. Grafik: Feuerwehr
  • So soll das neue Feuerwehrhaus aussehen. Grafik: Feuerwehr

All diese Problematiken sind nun hoffentlich bald Geschichte. Auf einer Fläche von rund 3500 Quadartmetern entsteht an der Ecke B 83 und Ostendorfer Straße ein wahres Feuerwehrzentrum in zentraler Lage. Die direkte Anbindung an die Bundesstraße ermöglicht bei der Alarmierung ein schnelleres Ausrücken der Feuerwehrfahrzeuge. Auch die Anfahrt zum Gerätehaus wird auf diese Weise erleichtert. Unterteilt wird das Gebäude in eine 300 Quadratmeter große Fahrzeughalle und einen mindestens ebenso großen Sozialtrakt, in dem Besprechungs- und Umkleideräume untergebracht sein werden. 58 Spinde für die Ausrüstung der aktiven Feuerwehrleute finden dort Platz. In der geräumigen Fahrzeughalle sind für die fünf Feuerwehrfahrzeuge, davon drei aus Deckbergen und zwei aus Schaumburg, entsprechende Stellplätze vorgesehen.

Die Kosten für das „zeitgemäße und zukunftsorientierte Gebäude“, wie Priemer es nennt, belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro. Die Fertigstellung sei noch für dieses Jahr geplant, erklärt Deckbergens Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier. Wann aber letztlich in die neuen Räume umgezogen werden kann, das stehe noch nicht fest. Priemer appellierte indes an die Mitglieder zu einer freiwilligen Mithilfe beim Bau, um „zügig fertig zu werden“.

Im Rahmen der räumlichen Zusammenlegung wurde zudem über eine vollständige Fusion der Feuerwehren spekuliert. Schaumburgs Ortsbrandmeister Sascha Meier brachte jetzt Licht ins Dunkel: „Ja, wir streben in Zukunft eine gemeinsame Führung und Mannschaft an.“

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