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Grünen-Landtagskandidatin Anja Piel wirbt im Bürgergespräch um letzte Stimmen

Endspurt auf dem Wochenmarkt

HESSISCH OLDENDORF. Der Informationsstand der Grünen ist auf dem Hessisch Oldendorfer Wochenmarkt nicht zu übersehen: grüne Fähnchen, grüne Flugblätter, grüne Stifte – und sogar grüner Tee. Inmitten der grünen Landschaft steht Anja Piel, Landtagskandidatin für den Wahlkreis 38, und verteilt Äpfel an die Marktbesucher.

veröffentlicht am 13.10.2017 um 15:05 Uhr

Landtagskandidatin Anja Piel (re.) kam auf dem Wochenmarkt in Hessisch Oldendorf mit Bürgern ins Gespräch. Foto: jli
Johanna Lindermann

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Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite
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Natürlich von einem Bio-Bauernhof aus dem Weserbergland. „Es ist wichtig, dass wir vernünftige und leckere Produkte aus regionalem Anbau fördern“, erklärt Piel und ist damit gleich mittendrin in ihrem Wahlprogramm.

„Die Leuten wollen einfach wissen, dass sie kein Gift auf ihrem Teller haben“, sagt sie, etwa in Bezug auf den Fibronil-Skandal bei Eiern. Auch gegen Massentierhaltung ist sie – erkenntlich auch auf den Gummibärchen-Tüten, die am Info-Stand verteilt werden und scherzhaft dazu aufrufen, die „Bärchen“ aus der Tüte zu befreien.

Auch für die Förderung erneuerbaren Energien will sie sich einsetzen, sagt Piel, damit das Kernkraftwerk in Grohnde 2021 abgeschaltet werden könne. „Niedersachsen ist das Energieland Nummer Eins. Deshalb haben wir eine gute Chance, aus der Atomenergie auszusteigen.“

Wichtig ist ihr auch, die Mobilität der Einwohner zu stärken – gerade auf dem Land. In Hessisch Oldendorf solle daher der Bürgerbus weiter vorangetrieben werden, findet Piel. Im Landkreis Hameln-Pyrmont sei mit den günstigeren Monatskarten, die zu Beginn dieses Jahres eingeführt wurden, schon ein großer Schritt getan worden. Das merke sie jeden Morgen, wenn sie von Fischbeck mit dem Bus zum Bahnhof in Hameln und mit der S-Bahn nach Hannover fahre – denn ein eigenes Dienstfahrzeug hat Piel nicht. „Im Bus und in der Bahn kann man sehr gute Gespräche führen und Anregungen mitnehmen, sowohl für die Politik im Großen, als auch im Kleinen.“

Darüber hinaus steht Piel für Bildung. Sie fordert: mehr Fachkräfte, etwa in Kindergärten, damit die Inklusion gelingen kann, eine Attraktivitätssteigerung des Erzieherberufs und mehr Gehalt für Grund- und Förderschullehrer, denn „die leisten so viel, unter anderem in der Integration.“ Außerdem „müssen wir Einwanderer, die Vorqualifikationen haben, schnell nachqualifizieren, damit wir ihre Kenntnis gut einsetzen können.“ Das wäre für ganz Niedersachsen, aber auch für den Landkreis Hameln-Pyrmont hilfreich.

Nach den Gesprächen auf dem Wochenmarkt stehen für die Kandidatin noch Haustürwahlkämpfe und Informationsstände hier im Wahlkreis, als auch Termine in Hannover an. Für Anja Piel endet der Wahlkampf erst in der allerletzten Minute. „Es ist bekannt, dass sich 30 bis 40 Prozent der Wähler erst in den letzten Tagen entscheiden“, sagt sie. Gerade jetzt sei es daher wichtig, „unsere Chance zu nutzen und den Leuten klarzumachen, dass sie die Möglichkeit haben, jetzt andere Verhältnisse als bei der Bundestagswahl zu schaffen.“

Einen Informationsstand auf dem Marktplatz sieht sie dafür als gute Möglichkeit. „Ich glaube, es ist wichtig für die Leute, mit den Politikern aus dem Landtag auch einmal reden zu können. So können wir ihnen zuhören, erfahren, was sie sich wünschen und was wir künftig besser machen können. Ohne diese Gespräche kann man keine gute Politik machen.“

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