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SG Eilsen verliert Spitzenspiel, bleibt aber Tabellenführer in der Badminton-Bezirksliga

Erst Frust – dann Jubel

veröffentlicht am 14.11.2017 um 17:18 Uhr

Die SG Eilsen/Bückeburg/Pyrmont mit (von links) Nils Heise, Daniela Hoppe, Jan-Philipp Filff, Laura Begemann, Hua Zhong, Celine Molitor, Patrick Beißner und Trainer Walter Beißner (auf dem Foto fehlen Julia und Marco Lesser) führt die Tabelle der Bez

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Peter Blaumann

BAD EILSEN. Im Kampf um die Meisterschaft in der Badminton-Bezirksliga musste die SG Eilsen/Bückeburg/Pyrmont einen Rückschlag hinnehmen. Das Team um Trainer Walter Beißner verlor das Spitzenspiel gegen den TuS Wunstorf mit 3:5, verteidigte jedoch die Tabellenführung, da Wunstorf im zweiten Spiel gegen den TSV Bemerode eine 2:6-Schlappe kassierte. In der Partie gegen den Aufsteiger VT Rinteln siegte die SG mit 7:1.

„Einige meiner Spieler hatten sich vor der Begegnung zu sehr unter Druck gesetzt und konnten dadurch ihre volle Leistungsstärke nicht auf das Parkett bringen“, resümierte Walter Beißner. „Aber durch die überraschende Niederlage des TuS Wunstorf haben wir die Tabellenführung verteidigt. Beide Teams weisen jetzt 14:2 Punkte auf dem Konto auf. Meine Mannschaft hat aber das klar bessere Spieleverhältnis.“

Die SG spielt bisher eine starke Saison. In acht Begegnungen feierte die Spielgemeinschaft sieben Siege. Der Grund für diese Erfolgsbilanz liegt darin, dass vor der Saison drei neue Spieler zur SG wechselten. Nils Heise (23 Jahre, VfL Bückeburg) war nach einer Saison in Steinheim zur SG zurückgekehrt. Jan-Philipp Filff (25, VfL Bückeburg) schaffte den Sprung aus der Reserve in die Erstvertretung. Celine Molitor (21, TSV Bad Eilsen) wechselte kurzfristig zur SG, weil ihr Verein, der MTV Nienburg, keine Mannschaft für den Punktspielbetrieb melden konnte.

„Eine unserer Stärken ist die Ausgeglichenheit auf allen Positionen“, verrät Mannschaftsführer Patrick Beißner (41, TSV Bad Eilsen). „Eine zweite Stärke ist die gute Mischung von Routiniers und jungen Spielern. Außerdem profitieren wir von unserem guten Zusammenhalt und der gegenseitigen Unterstützung.“ Neben Heise, Filff, Molitor und Beißner gehören Marco Lesser (38, MTV Bad Pyrmont), Hua Zhong (38, MTV Bad Pyrmont), Laura Begemann (22, TSV Bad Eilsen), Julia Lesser (40, MTV Bad Pyrmont) und Daniela Hoppe (35, MTV Bad Pyrmont) zum Team.

„Leider können wir nur selten zusammen trainieren“, stellt Walter Beißner das einzige Manko heraus. „Die Entfernungen sind einfach zu groß. Das macht sich manchmal im Doppel und Mixed negativ bemerkbar. Da kann es an der Feinabstimmung fehlen.“ Das Training findet zwei- bis dreimal in der Woche in Bad Eilsen und Bückeburg statt. „Angesichts der Tabellenführung haben wir das Trainingspensum nicht erhöht“, sagt Walter Beißner. „Das ließe bei vielen die berufliche Situation gar nicht zu.“

Die SG spielt schon seit über 20 Jahren in der Bezirksliga. Zweimal schaffte man den Sprung in höhere Klassen. Fünf Jahre war die SG in der damals noch bestehenden Bezirksoberliga beheimatet, zwei Spielserien kämpfte man in der Verbandsklasse um Punkte. „Mit dem Aufstieg in die Verbandsklasse würden sich vor allem die älteren Spieler noch einmal einen Traum erfüllen“, sagt Patrick Beißner. „Dann würde ich dort auch noch einmal auflaufen“, fügt der 63-jährige Altmeister Walter Beißner hinzu, der in seiner Seniorenklasse zu den Topspielern in Niedersachen und ganz Deutschland gehört.

Eine Spielgemeinschaft mit dem MTV Bad Pyrmont ist für einen Schaumburger Verein eher ungewöhnlich. Die Erklärung hat Patrick Beißner parat. „Im Jahr 1982 wurde die SG Eilsen/Bückeburg ins Leben gerufen. Gründe waren bessere Trainings- und Wettkampfbedingungen (mehr Trainingszeiten und größere Hallen). Da der MTV Bad Pyrmont im Jahr 2012 durch den Abgang einiger Spieler keine Mannschaft mehr stellen konnte, wurden wir gefragt, ob wir Interesse hätten, mit dem MTV eine Spielgemeinschaft zu bilden. Da wir mit den Spielern aus der Bäderstadt befreundet waren, haben wir zugesagt. Wir spielen jetzt schon seit fünf Jahren in der SG.“

„Da nur ein Team in die Verbandsklasse aufsteigt, wird es bis zum letzten Spieltag ein spannendes Rennen um den Titel geben“, ist sich Walter Beißner sicher. „Wir dürfen uns keine Ausrutscher erlauben. Darauf wartet nicht nur der TuS Wunstorf, sondern es warten auch die Verfolger vom SSV Langenhagen 2 und der SG Pennigsehl/Liebenau 2.“

Für die SG Eilsen/Bückeburg/Pyrmont geht es am 25. November in Langenhagen weiter. Dann stehen die Spiele gegen den Tabellendritten SSV Langenhagen 2 und den Tabellenletzten FC Schwalbe Hannover auf dem Plan.

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