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Riesiges Wespennest unter dem Carport-Dach

„Es ist schon gigantisch“

BÜCKEBURG. Es ist ungefähr ein mal einen Meter groß und hat eine Tiefe von etwa einem halben Meter. Ein riesiges Wespennest hat unser Leser André van Ruiten bei Aufräumarbeiten auf dem Dachboden seines Carports am Amselweg im Ortsteil Röcke entdeckt.

veröffentlicht am 21.04.2017 um 13:50 Uhr
aktualisiert am 21.04.2017 um 15:50 Uhr

Einfach nur riesig: Das ist das Bild der Wespenbehausung, die André van Ruiten unter seinem Carport-Dach entdeckt hat. Foto: pr
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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Sauber eingebaut unter den Dachsparren und der Beschichtungsplane, ließ es sich nur mit erheblichem Aufwand und der Hilfe eines Spachtels aus den Sparren lösen. Als es dann ans Tageslicht kam, leider nicht im Ganzen, offenbarten sich die vollständigen Dimensionen des Nestes. „Das war schon gigantisch“, sagte André van Ruiten im Gespräch mit unserer Zeitung. Natürlich war das Nest jetzt im Frühjahr leer. Und: Wespen benutzen ihre Nester nur einmal.

Den ganzen vergangenen Sommer über müssen die Wespen das Nest gebaut und immer wieder ausgebaut haben. Gemerkt habe er davon nichts, obwohl er und seine Familie regelmäßig Carport und Garten genutzt haben. Nur im Oktober habe es einen Abend gegeben, als plötzlich viele Wespen ins Wohnzimmer fliegen wollten. Er habe die Terrassentür geschlossen und sich nichts weiter dabei gedacht, das war es. „Wir haben Glück gehabt, dass die Wespen nicht unser Wohnhaus als Standort auserkoren haben.“

Freuen kann sich jetzt der Kindergarten am Südring, wo André van Ruiten das Wespennest zu Anschauungszwecken vorbeibringen will: „Sicherlich spannend für die Kinder.“

So sah das gute Stück aus, als es noch auf dem Carport-Dachboden befestigt war. Foto: pr
  • So sah das gute Stück aus, als es noch auf dem Carport-Dachboden befestigt war. Foto: pr
Die feinen Strukturen des Inneren des Wespennests. Foto: pr
  • Die feinen Strukturen des Inneren des Wespennests. Foto: pr

Das Wespennest haben seine Bewohner übrigens aus einer papierähnlichen Masse aus Altholz und ihrem Speichel hergestellt. Da es eine bräunliche Färbung hat, ist eher davon auszugehen, dass hier die „Gemeine Wespe“ gewohnt hat, die verrottetes Holz für den Bau ihrer Behausungen bevorzugt. In dem Nest können mehrere Tausend Bewohner gelebt und der Königin bei der Aufzucht der Larven geholfen haben. Wespennester sind durch Lufttaschen gut isoliert. Bei extrem heißem oder kaltem Wetter kühlen oder heizen Wespen durch Flügelschlag das Nest. Oder sie bringen Wassertropfen in das Nest, um durch die Verdunstungskühlung eine konstante Temperatur, um etwa 30 Grad Celsius zu halten.

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