weather-image
24°
Zuhause bei Bürgermeisterkandidat Axel Wohlgemuth in Cammer

Essen muss stimmen, dann ist alles gut

Cammer. Im Bückeburger Ortsteil Cammer orientieren sich zahlreiche Bewohner bei beruflichen oder freizeitlichen Aktivitäten mehr ins Nordrhein-Westfälische denn in Richtung Niedersachsen. Das trifft gegenwärtig auch auf Bürgermeisterkandidat Axel Wohlgemuth zu. Der 43-Jährige ist seit 2006 Abteilungsleiter im Dezernat Forschungsförderung, Transfer und Schutzrechtsmanagement an der Universität Bielefeld. „Das könnte sich aber, abhängig vom Wahlausgang am 22. September, ändern“, gibt der Verwaltungsbeamte zu verstehen.

veröffentlicht am 04.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 13:21 Uhr

270_008_6574329_bBMW_Wohlf1_0409.jpg

Autor:

von herbert Busch

Wohlgemuth bewohnt an der Straße „Auf dem Brinke“ ein Haus, das rund 230 Quadratmeter Wohnfläche bietet und zu dem ein weitläufiger etwa 1200 Quadratmeter großer Garten gehört – reichlich Platz also für ihn, Ehefrau Christin sowie deren Sohn Crispin und die gemeinsame Tochter Carlotta. Das Ehepaar lernte sich 2002 kennen, und der gebürtige Mindener verlegte im selben Jahr seinen Wohnsitz ins Cammerunische. „Hier würde ich gern mehr Zeit verbringen“, lässt das Familienoberhaupt wissen. Beruf und politisches Engagement brächten momentan aber nicht selten Tage mit sich, an denen er das Zuhause morgens um 7 Uhr verlasse und erst abends um 22.30 Uhr heimkehre.

Deshalb sind ihm die gemeinsam verbrachten Stunden und Tage besonders wichtig. Oft führen die Wege dann zuerst in die Küche und anschließend ins Esszimmer. „Acki kocht gerne und gut, das Essen muss stimmen, dann ist alles okay“, erklärt Ehefrau Christin. Und wenn bei Wohlgemuths Pizza auf den Tisch kommt, dann stammt das italienische Nationalgericht nicht aus dem Tiefkühlfach, sondern ist vom Teig bis zum Belag selbst gemacht. Auch sonst packt der Kandidat im Haushalt mit an, kümmert sich als Aufsitzrasenmäherpilot um den Zustand der Grünfläche und schaut, wie weit die Tomatenpflanzen gediehen sind.

Zum Ausruhen bietet sich nach getaner Arbeit ein großes Funktionssofa an. „Unser Lieblingsplatz“, verrät das Ehepaar, das in solchen Situationen gern ein wenig im Fernsehprogramm stöbert oder Musik hört. Beim Musikhören kann es auch schon mal ein bisschen Lauter werden. „Ich bevorzuge keine bestimmte Richtung, aber etwas Hip-Hop darf ruhig dabei sein“, erläutert der Bürgermeisterkandidat, der in jüngeren Jahren etliche Stunden im Mindener Jazz-Club verbracht und hier auch gejobbt hat. Von dort stammt ein handsigniertes Poster der Jazz-Legende Dizzy Gillespie, das mit zahlreichen weiteren Bildern die Einrichtung geschmackvoll ergänzt. „Mit schmalem Budget schöne Sachen zu finden, ist uns eigentlich immer ganz gut gelungen“, legt das Gespann dar.

270_008_6574323_bBMW_Wohlf2_0409.jpg
  • Um die große Grünfläche in Ordnung zu halten, übernimmt der Hausherr die Rolle des Aufsitzrasenmäherpiloten.

Heute sind die Jazz-Club-Tage ebenso passé wie das Handballspielen, das der Betriebswirt bis vor zwei Jahren in Porta Westfalica-Barkhausen ausgeübt hat. Derzeit zählt er das Bürgerbataillon Bückeburg, respektive das Cammer Rott sowie Kegeln und Kartenspielen zu seinen Hobbys. Wie sein Gegenspieler Reiner Brombach im wenige Wochen zurückliegenden Urlaub hat auch Wohlgemuth den Großglockner per Mountainbike bewältig. „Ich habe die Herausforderung allerdings im Gegensatz zum amtierenden Bürgermeister mitsamt Satteltaschen bewältigt.“ Jedoch, das gibt der Kandidat unumwunden zu, in wesentlich jüngeren Jahren. Wohlgemuth: „Aber ich könnte es mit 62 Jahren ja durchaus noch einmal probieren.“

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare