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Polizei warnt

Falsche Wasserwerker unterwegs

BÜCKEBURG. Die Polizei wurde Mittwoch zwischen 12 und 12.30 Uhr von Anwohnern des Südharrls, insbesondere des Knatenser Wegs und des Höppenfelds, darüber informiert, dass sich ein Unbekannter Zugang zu Wohnhäusern verschaffen wollte.

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Dieser hatte vorgegeben, von den Wasserwerken zu kommen. Im Haus, so der falsche Wasserwerker, wolle er den Wasserdruck prüfen oder die Wasseruhr ablesen. Die Hauseigentümer wiesen den Mann ab. Nachfragen bei den Stadtwerken haben ergeben, dass keine Mitarbeiter eingesetzt waren.

„Bislang haben wir keine Kenntnis darüber, dass es zu einer Straftat gekommen ist“, so der Pressesprecher der Polizei Bückeburg, Matthias Auer. Auer ergänzt, dass die Betroffenen richtig gehandelt hätten, bedauert allerdings, dass die Polizei in Einzelfällen erst mit einer großen Zeitverzögerung informiert worden sei. Die Polizei rät:

Nicht unter Druck setzen lassen, wenn angeblich wichtige Arbeiten sofort in der Wohnung durchgeführt werden müssen. Erst mal Tür zu – das ist nicht unhöflich. Anschließend bei den Stadtwerken in Ruhe nachfragen. Sollten Mitarbeiter der Stadtwerke unvermittelt auftauchen, weisen diese sich mit ihrem Betriebsausweis aus. Man sollte immer wachsam sein, wenn ein Fremder, der sich nicht ausweisen kann, in die Wohnung will. Trickbetrüger können gut schauspielern. Ein beliebter Trick: Der angebliche Wasserwerker gibt vor, dass er die Leitungen, den Druck oder die Wasserqualität überprüfen müsse. Gemeinsam mit dem Haus- oder Wohnungsinhaber geht er ins Bad, sorgt aber dafür, dass die Wohnungstür nicht verschlossen ist. Im Badezimmer selbst werden die Wasserleitungen aufgedreht, damit das Rauschen mögliche verdächtige Geräusche übertönt. Währenddessen betritt ein zweiter Täter die Wohnung und durchsucht diese nach Wertgegenständen wie Schmuck oder Bargeld. War der zweite Täter erfolgreich und hat sich aus dem Staub gemacht, verabschiedet sich dann der erste Täter eilig und verlässt ebenfalls die Wohnung.red

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