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Offenbar Verhandlungen mit der Landeshauptstadt über Ansiedlung im Gewerbegebiet Marienwerder

Faurecia: Umzug nach Hannover?

STADTHAGEN. Nach Informationen unserer Zeitung erwägt der Autositzhersteller Faurecia die Errichtung eines Standortes im hannoverschen Stadtteil Marienwerder. Demnach gibt es entsprechende Kontakte der Geschäftsleitung zur hannoverschen Stadtverwaltung. Werden derartige Pläne Wirklichkeit, würde das mutmaßlich den Abzug der Forschungs- und Entwicklungsabteilung aus Stadthagen an den Westrand der Landeshauptstadt bedeuten. Auf dem Spiel stehen 500 Arbeitsplätze.

veröffentlicht am 01.01.2018 um 18:39 Uhr

Autor:

Stefan Rothe
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Ein Sprecher der Stadt Hannover wollte die Informationen auf Anfrage nicht bestätigen. Ansiedlungsgespräche würden ohnehin grundsätzlich vertraulich behandelt, hieß es lediglich.

Ein Faurecia-Unternehmenssprecher bestätigte erneut nur, es gebe „aktuell Überlegungen, die Forschungs- und Entwicklungsteams“ der Bereiche Autositze und Innenausstattung „im Norden Deutschlands „stärker zu vernetzen (wir berichteten). Der Standort für die Komponenten für Fahrzeuginnenräume befindet sich in Peine.

„Ob, in welcher Form und in welchen Bereichen diese Vernetzung Sinn machen könnte, wird in den kommenden Monaten analysiert und ist noch nicht entschieden“, fuhr der Sprecher fort. Er betonte, „dass bisher keine grundsätzliche Entscheidung für ein Neubau-Projekt getroffen wurde“. Und: „Damit gibt es bisher auch keine Entscheidung gegen den Standort Stadthagen.“ Da Faurecia mehrere Möglichkeiten prüfe und „im Falle eines Neubaus eine größere Investition in der Region“ plane, sei eine abgewogene Entscheidung sehr wichtig. „Wir rechnen derzeit damit, dass diese Entscheidung in den kommenden Monaten fallen wird“, kündigte der Firmensprecher an.

Der Stadtteil Marienwerder liegt im äußersten Westen von Hannover, und zwar mit freien Gewerbe-Arealen in unmittelbarer Nähe der Autobahn-Anschlussstelle Herrenhausen. Der Flughafen Langenhangen ist nur gut zehn Auto-Minuten entfernt. Zudem liegt der Standort fast in der Mitte zwischen Stadthagen und Peine.

Ende November war bekannt geworden, das Faurecia den vollständigen Abzug seiner Stadthäger Forschungs- und Entwicklungsabteilung erwägt. In diesem Zusammenhang solle eine „Analyse von weiteren Standortalternativen in ungefährer räumlicher Mitte zwischen Stadthagen und Peine erfolgen“, hatte eine Unternehmenssprecherin damals mitgeteilt. Auf dem Spiel stehen damit für den Stadthäger Standort, wie bereits berichtet, mindestens 500 Arbeitsplätze.

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