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Komplizierte Bergung mit schwerem Gerät

Festgefahren in Goldbeck: Navi leitet Brummi-Fahrer in die Irre

GOLDBECK. Ein 40 Tonnen schwerer Lastzug hat sich am Mittwochmittag in der Feldmark zwischen Goldbeck und Klein Goldbeck festgefahren. Beim Versuch, auf einen schmalen Feldweg abzubiegen, fuhr der polnische Lkw-Fahrer auf den aufgeweichten Grünstreifen.

veröffentlicht am 31.01.2018 um 19:04 Uhr

Mit einem Bergungsschlepper ziehen Experten den 40 Tonnen schweren Lastzug aus dem tiefen Morast. Foto: leo
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Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite
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GOLDBECK. Die Vorderreifen der Zugmaschine versanken so tief im Matsch, dass die Vorderachse und der Stoßfänger des Lastzuges aufsetzten. Das Navigationsgerät soll den Fahrer in die Irre geleitet haben.

Das Bergungsunternehmen Ratz rückte mit schwerem Gerät an. Mit einem hochgeländegängigen Bergungsschlepper zogen Experten den voll beladenen 40-Tonner im strömenden Regen aus dem Schlamm. „Mit der Seilwinde kann unser Bergungsschlepper bis zu 60 Tonnen ziehen“, sagt Bergungsexperte René Langejürgen. Für die Bergung des Havaristen musste zunächst ein Baum gefällt werden. Beim Versuch, nach der Bergung rückwärts den schmalen Feldweg zurückzufahren, fuhr sich der Brummi-Fahrer erneut in einer Kurve fest. „Das Problem ist, dass der Lastwagen ein 22 Tonnen schweres Stückgut geladen hat und nicht um die enge Kurve kommt, weil der Wendekreis zu groß ist“, sagt Langejürgen, der Inhaber der Bergungsfirma ist. Erneut musste der schwere Lkw aus dem tiefen Morast gezogen werden. Die komplizierte Bergung dauerte bis zum späten Nachmittag an. In einem weiteren Versuch gelang es dem Team um René Langejürgen, den Brummi um die enge Kurve zu schleppen und so aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Für Langejürgen war es bereits die vierte Bergung in diesem Monat, bei der er Lkw-Fahrern helfen musste, die ihrem Navi vertraut hatten und sich festgefahren hatten.

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