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Abschlussfest im Schloss, Symphonische Suite in der Stadtkirche

Festwochen „500 Jahre Reformation“ – dem Höhepunkt entgegen

BÜCKEBURG. Die Festwochen „500 Jahre Reformation“ der Schaumburg-Lippischen Landeskirche sind in vollem Gange und streben ihrem Höhepunkt entgegen: Dem großen Abschlussfest auf Schloss Bückeburg am Samstag, 23. September, von 15 bis 18 Uhr, das um 19 Uhr in der Stadtkirche mit der Symphonischen Suite „Der Luther-Code – Die Neuerfindung der Welt“ endet. Zu beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Und das Musical „Luther macht Schule“ gibt es auch noch.

veröffentlicht am 14.09.2017 um 15:15 Uhr
aktualisiert am 14.09.2017 um 16:40 Uhr

Vor einem Schrank voller Bände von Luther-Werken präsentieren Landeskirche und Musiker die Reformations-Festwochen. Foto: rc
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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„Wir wollen mit diesem Fest und der Suite die Menschen und Gemeinden der Landeskirche zusammenbringen“, sagten Christiane Meyer, Jan-Peter Hoth und Ulrich Hinz vom Landeskirchenamt sowie George Kochbeck und Ecki Stieg als Komponisten, Arrangeure, Texter und Erzähler der Suite im Rahmen eines Pressegesprächs, um für die weiteren Veranstaltungen zu werben: „Wir freuen uns auf alle, die kommen“. Zum einen werden mit dem Fest alle Gemeinden und Akteure der Landeskirche zusammengebracht , die sonst nicht viel miteinander zu tun haben: „Was haben Steinbergen und Steinhude schon miteinander zu tun?“ Zum anderen wird das breite Spektrum der Landeskirche abgebildet und soll Besucher locken, die sonst nicht unbedingt mit der Kirche zu tun haben. „Es wird auf jeden Fall ein gemeinsames Fest aller, das es lange nicht gegeben hat.“

Im Innenhof und der Wiese hinter dem Gartensaal des Schlosses wird gefeiert. Im Innenhof ist eine Bühne aufgebaut, wo es Musik, Improvisationstheater und diverse andere Auftritte geben wird. Auf der Wiese stehen 25 Pavillons, in und vor denen die Kirchengemeinden ihr vielfältiges Programm und Mitmachangebote anbieten werden: sei es ein Riesenpuzzle, Boule, Spielmobil oder Konfis und Landesjugendpfarramt , die ihre Angebote zeigen werden. „Generationsübergreifend für Jung und Alt“, wie Hinz betonte: „Die Lebendigkeit der Kirche in der Region wird sich deutlich abbilden, zum Austausch, Miteinander und Beisammensein.“

Ab 18 Uhr können sich dann alle hoch auf den Weg zu Stadtkirche machen, wo um 19 Uhr die Symphonische Suite beginnt. Sie ist in den Tagen zuvor bereits in Bergkirchen, Bad Eilsen (gestern Abend), Sülbeck (am Freitag, 15. September), Stadthagen (Samstag, 16. September) und Melle (Sonntag, 17. September) „schon auf den Weg nach Bückeburg“ gebracht worden: in kleiner Besetzung und einer Art Probencharakter. So sind nach der ersten Aufführung in Bergkirchen – dort gab es stehende Ovationen und viel positives Lob – zwei Stücke aus dem Programm genommen worden, „weil sie nicht so funktioniert haben“, wie es Kochbeck und Stieg umrissen. Ob weitere Änderungen erfolgen, werden die weiteren Konzerte zeigen: „Es ist eben ein lebendiges und lebendes Projekt.“ Hinz: „Es soll Appetit und Lust machen, nach Bückeburg zu kommen.“

In der Kirche Bergkirchen hat sich Mittwochabend „Der Luther-Code – Die Neuerfindung der Welt“ auf den Weg nach Bückeburg gemacht. Foto RG
  • In der Kirche Bergkirchen hat sich Mittwochabend „Der Luther-Code – Die Neuerfindung der Welt“ auf den Weg nach Bückeburg gemacht. Foto RG

‚In der Stadtkirche wird die Suite das erste und einzige Mal in großer Besetzung gegeben: mit sechs Solosängern, vervierfachtem Streicherensemble, einem extra zusammengestellten Possaunenchor unter Kantor Siebelt Meier sowie den Schaumburger Märchensängern. Dazu kommt eine ungewöhnliche Lichtillumination eines Lichtkünstlers aus Minden, der die 95 Luther-Thesen auf drei schwebende Säulen projizieren wird. Dazu kommt umfangreiche Tontechnik, damit auch jeder im großen Kirchenschiff der Stadtkirche in den ungestörten Genuss der Suite kommt.

„Der Luther-Code“ basiert auf einer Arbeit, die George Kochbeck vor zwei Jahren für eine sechsteilige Arte-Serie über Luther komponiert hat. Sie stellt einen modernen Bezug zu den ursprünglichen Aussagen Luthers her, wie sich zum Beispiel die Erweckungs-Erlebnisse Luthers in den Jahrhunderten entwickelt habe. Es kommen Menschen zur Sprache, die sich damit auseinadersetzen, was Gott für sie bedeutet, die darüber singen und spielen, was Liebe, Glaube, Hoffnung, Haltung, Angst, Tod oder Vergebung - die großen Luther-Themen – bedeuten.

„Wir stehen in ähnlich spannenden Zeiten wie damals Luther“, stellte Ecki Stieg fest: „Damals war es der Buchdruck, der die Welt revolutionierte, heute ist es die Digitalisierung.“ Damals wie heute gehe es um Eigenverantwortung, Selbst-Denken oder Selbst-Erteilen. Die Suite beinhalte sowohl klassizistische Stücke als auch Pop-Songs zum Beispiel von Stevie Wonder oder John Mayer.

„Luther macht Schule“ heißt das Musical, das im Rahmen von 500 Jahre Reformation“ auf die Bühne gebracht wird: Am Mittwoch und Donnerstag, 20. und September im Rathaussaal Bückeburg, am 26., 27. und 28. September im Ratsgymnasium in Stadthagen. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Schüler 3. bis 7. Klassen aus dem Bereich der Landeskirche und den Kirchenkreisen Nienburg, Grafschaft und Neustadt proben seit Wochen den Reformations- Rock‘n Roll oder den „Gewitter-Rap“ bringen „ganz frische Songs“ auf die Bühne. 100 bis 150 Schüler stehen je Auftritt auf der Bühne, dazu kommen Solostimmen. Karten gibt es im Vorverkauf in den Touristinfos Bückeburg und Stadthagen oder im Internet www.luther-macht-schule.de.

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