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Hubschrauber-Landungen und zwei Todesfälle

Feuerwehr im Stress – drei Einsätze gleichzeitig

HESSISCH OLDENDORF. Die Freiwilligen der Feuerwehr Hessisch Oldendorf sind am Samstagvormittag innerhalb von nur zwei Stunden dreimal alarmiert worden. Zeitweise liefen drei Rettungseinsätze gleichzeitig.

veröffentlicht am 13.02.2017 um 14:01 Uhr
aktualisiert am 13.02.2017 um 19:48 Uhr

„Christoph Niedersachsen“ ist gelandet: Die Feuerwehr unterstützt das Notarztteam. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Um 8.47 Uhr fuhren die Helfer nach Hemeringen – dort musste ein eingeklemmter Autofahrer mit schwerem Gerät aus einem Wrack befreit und die Landung des Rettungshubschraubers „Christoph 4“ abgesichert werden. Für das Unfallopfer kam jede Hilfe zu spät.

Die Ehrenamtlichen waren noch mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt, als sie erneut benötigt wurden. In der Kernstadt liefen zu dieser Zeit zwei weitere Rettungseinsätze. Weil die Notärzte aus Hameln, Rinteln, Bad Münder und Bad Pyrmont sowie „Christoph 4“ zeitgleich im Einsatz waren, alarmierte der Disponent den am Flughafen Langenhagen stationierten Intensivtransport-Hubschrauber „Christoph Niedersachsen“. Für den Fall, dass die Besatzung ihren Flug wegen schlechter Sicht abbrechen muss, wurde zeitgleich das Notarzt-Einsatzfahrzeug aus Bodenwerder (Landkreis Holzminden) nach Hessisch Oldendorf geschickt.

Die Feuerwehr Hessisch Oldendorf erhielt den Auftrag, den Brandschutz am Landeplatz sicherzustellen und das Notarzt-Team so schnell wie möglich mit einem Mannschaftswagen zum Notfallort zu bringen. Rettungsassistenten der Feuerwehr Hameln versuchten derweil, eine bereits leblos aufgefundene Seniorin wiederzubeleben. Der fliegende Notarzt, der innerhalb weniger Minuten zur Stelle war, konnte jedoch nur noch den Tod der 87-Jährigen feststellen. Weil die Todesursache zunächst unklar war, fuhren zwei Ermittler der Tatort-Gruppe nach Hessisch Oldendorf. Die polizeiliche Leichenschau und die weiteren Nachforschungen hätten ergeben, dass ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden könne, hieß es später.

Die Feuerwehrleute hatten das Notarztteam gerade übernommen, als die Polizei die Feuerwehr anforderte. Unweit des Landeplatzes sollte eine Frau hilflos in ihrer Wohnung liegen. Nachbarn hatten die 56-Jährige seit einer Woche nicht mehr gesehen. Weil Tag und Nacht das Licht brannte, machten sie sich Sorgen.

Freiwillige brachen die Tür auf. Glücklicherweise war niemand in Not. Die Hessisch Oldendorferin werde derzeit in einem Krankenhaus behandelt, teilte die Hamelner Polizei auf Nachfrage mit.

An diesem Sonnabend – es war der Tag des Notrufes 112 – gingen in der „Leitstelle Hameln“ außergewöhnlich viele Notrufe ein. Zeitweise musste die Regionalleitstelle personell verstärkt werden.

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