weather-image
19°
Notruf 112 und Rauchmelder

Feuerwehr informiert über zwei mögliche Lebensretter

BÜCKEBURG. Die Feuerwehr Bückeburg hat die Bevölkerung über zwei mögliche Lebensretter informiert und über deren Wichtigkeit aufgeklärt: Notruf 112 und Rauchmelder.

veröffentlicht am 10.02.2017 um 15:43 Uhr
aktualisiert am 10.02.2017 um 18:00 Uhr

Bei dem Kellerbrand in der Maschstraße am 22. Dezember sorgte der schrille Ton der Rauchmelder dafür, dass sich alle Bewohner rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Die Feuerwehr wurde über den Notruf 112 alarmiert. Foto: Archiv
Weiterlesen mit Ihrem Digital-Abonnement
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

BÜCKEBURG. Egal, ob nachts oder am Tage, ob in Deutschland, Frankreich, Polen oder Italien – die Feuerwehr ist immer zur Stelle, um anderen zu helfen und Brände zu bekämpfen.

Damit die Rettungskräfte auch zeitnah vor Ort sein können, ist eine schnelle Alarmierung erforderlich. Oftmals müssen sich die zumeist ehrenamtlichen Einsatzkräfte dem Vorwurf stellen, sie seien zu spät gekommen. Allerdings ist nicht die Ausrückezeit der Einsatzkräfte das Problem, sondern eine zu späte Alarmierung. „Immer öfter sind aus den ersten Minuten eines Ereignisses zahlreiche Bilder und Videos in Sozialen Netzwerken zu finden, Notrufe aus der gleichen Zeit hingegen Fehlanzeige“, berichtet der Stadtpressewart der Bückeburger Feuerwehr, Steffen Titze.

Dabei ist es kinderleicht, einen Notruf abzusetzen. In allen Ländern der Europäischen Union ist dies über den Europa-Notruf 112 möglich – eine Tatsache, die viele Menschen nicht wissen. Deshalb wurde der 11. Februar auch zum Europanotruftag ernannt, um auf diese Tatsache hinzuweisen.

Wer über den Notruf 112 Hilfe holen will, landet in der Rettungsleitstelle. Im Landkreis Schaumburg hat diese ihren Sitz im Kreishaus in Stadthagen. Auch mit einem der größten Irrtümer räumt die Feuerwehr auf, der Anruf ist kostenfrei. Auch muss der Anrufer nicht die Kosten für einen entstehenden Feuerwehreinsatz zahlen. Dies passiert nur im Falle einer böswilligen Alarmierung, also wenn jemand ohne Grund die Feuerwehr alarmiert.

Dies gilt auch, wenn man einen vermeintlichen Alarm eines Rauchmelders meldet. Stellt sich bei der Kontrolle durch die Feuerwehr heraus, dass der Heim-Rauchmelder ohne Grund auslöste oder durch Kochausdünstungen, erwartet den Anrufer keine Kostenrechnung.

Auch wenn es immer wieder zu Fehlalarmen für die Feuerwehr kommt, wissen die Bückeburger Feuerwehrleute, dass diese kleinen Geräte an der Zimmerdecke wahre Lebensretter sind. Bei zwei Kellerbränden im Dezember und Januar wurden durch die Rauchmelder zahlreiche Menschenleben gerettet.

Seit dem 1. Januar 2017 sind in Wohnungen in Nordrhein-Westfalen Rauchmelder Pflicht, bereits ein Jahr länger in Niedersachsen. Obwohl die Pflicht besteht, wissen viele Bürgerinnen und Bürger davon nichts und verfügen nicht über die lebensrettenden Warngeräte. Deshalb nutzte die Bückeburger Feuerwehr auch die Gelegenheit, im Januar die Bevölkerung hierüber zu informieren. In Zusammenarbeit mit dem E-Center Farbig wurde ein Info-Stand im Markt aufgebaut. Hier konnten sich Kunden des E-Centers über Rauchmelder, Brandschutz und die Arbeit der Feuerwehr informieren.

Dieses Angebot wurde auch rege in Anspruch genommen. Sogar aus Stadthagen waren extra Kunden angereist, um diesen kostenlosen Info-Service der Feuerwehr in Anspruch zu nehmen.

Ein besonderer Gast war auch ein Bewohner aus Bückeburg, der vor einigen Jahren bei einem Wohnungsbrand über die Drehleiter gerettet wurde. Er unterstrich die Bedeutung von Rauchmeldern und die Arbeit der Feuerwehr vor den Besuchern. Ein solcher Zuspruch ist selten und freut die ehrenamtlichen Helfer ganz besonders.

„Der Tag war ein voller Erfolg“, bilanzierten Pressewart Steffen Titze und Inhaber Ralf Farbig. Zahlreiche Kunden informierten sich bei den Feuerwehrleuten aus Bückeburg und Röcke.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich jederzeit bei der örtlichen Feuerwehr melden, wenn sie Fragen rund um Brandschutz und Feuerwehr haben.red

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare