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Offizieller Europafest-Empfang der Stadt / Zusammenspielen ist wichtiger als Gewinnen oder Verlieren

Freundschaftsbrücken oft und in beide Richtungen passiert

Bückeburg (bus). Eine Rückbesinnung auf die Bürgermeister Joel-le-Theule und Bruno Behlau hat am Sonnabend den offiziellen Europafest-Empfang der Stadt in der Wagenremise des Schlosses umweht. "Als die Oberhäupter von Sablé-sur-Sarthe und Bückeburg 1966 die an diesem Wochenende gefeierte 40. Wiederkehr der seinerzeit ins Leben gerufene Städtepartnerschaft verbindlich machten, kamen sie und die von ihnen vertretenen Bürger sich sicherlich wie Pioniere vor, die Neuland betraten und sich auf einem unsichereren Boden herantasteten, um ein vertrauensvolles Verhältnis zueinander zu schaffen", mutmaßte Bürgermeister Reiner Brombach.

veröffentlicht am 29.05.2006 um 00:00 Uhr

Pierre Touchard (von links), André Bonthuis und Reiner Brombach

Vor vier Jahrzehnten seien die Bürger beider Städte beseelt vom Gedanken der Völkerverständigung und der Überwindung einer leidvollen Vergangenheit aufeinander zugegangen. "Wir haben in der Absicht, ein Europa der freundschaftlich verbundenen Vaterländer zu schaffen, Brücken zwischen den Städten geschlagen, die in den 40 Jahren des Bestehens der Partnerschaft vielfach und in beide Richtungen überquert wurden", sagte Brombach. Heute sei das Ziel einer funktionierenden Partnerschaft zwischen den Städten erreicht und eine wohltuende Normalität. Was gleichermaßen für die Verbundenheit mit den französischen Freunden wie für das zehn Jahre jüngere Zusammenwirken mit den niederländischen Gefährten aus Nieuwerkerk gelte. Sablés Stadtoberhaupt Pierre Touchard griff die Worte seines Amtskollegen auf und nannte das Jubiläum "eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass Beziehung und Partnerschaft nach wie auf einem soliden Fundament" stünden. "Ich ermuntere Sie alle, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumachen." Es gelte, aus Europa eine menschliche Gemeinschaft zu machen, die Solidarität, Wirtschaftlichkeit und Effizienz in Einklang bringe, unterstrich Touchard. Das holländische Pendant des Franzosen, André Bonthuis, dessen außerordentliche Beliebtheit in der ehemaligen Residenzstadt erneut ein Auftrittsapplaus unter Beweis stellte, hob in Anspielung auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft hervor, dass es bei Städtepartnerschaften "nicht um gewinnen oder verlieren sondern um zusammenspielen" gehe. Sablés Jugendbürgermeistersprecher Gaekan Bignon unterstrich die Worte seines Altvorderen; die ursprünglich angekündigte Delegation der Nieuwerkerker Partnerstadt Chelmza erläuterte per Brief ihre krankheitsbedingte Abwesenheit. Die Städtepartner brachten ihre Verbundenheit mit zahlreichen Geschenken zum Ausdruck. Sablé überreichte einen wertvollen Bild und eine nicht minder wertvolle Vase; Nieuwerkerk hatte - der Pfiffigkeit Bonthuis gemäß - ein Kartenspiel, eine Riesenorchideenschale und "einmal nichts" dabei. Das "Einmalnichts" entpuppte sich als ein Boot, das demnächst der Bückeburger Jugendfeuerwehr zur Verfügung gestellt werden soll. In Bezug auf die Blumenschale sicherte der Holländer den Bückeburgern eine "Orchideenverfrischungsgarantie" zu. Ein Eintrag der Bürgermeister sowie der Rats- und Partnerschaftskomiteemitglieder ins Goldene Buch der Stadt dokumentierte den feierlichen Charakter der Zusammenkunft.

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