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Infonachmittag an der Berufsschule

Friseur oder Metaller? Junge Leute auf Suche nach dem Traumberuf

RINTELN. Den richtigen Weg auf der Berufslaufbahn einschlagen – für viele junge Menschen eine schwere Entscheidung. Um diese den Absolventen der allgemeinbildenden Schulen zu erleichtern, öffneten am Mittwoch die Berufsbildenden Schulen Rinteln die Türen zu einem Informationsnachmittag.

veröffentlicht am 08.02.2018 um 16:16 Uhr
aktualisiert am 08.02.2018 um 18:50 Uhr

Viele junge Leute nahmen am Mittwochnachmittag die Gelegenheit wahr, sich über die Ausbildungsfachbereiche und den Zweig des beruflichen Gymnasiums an der Berufsschule zu informieren. Foto: nk

Autor:

Niklas Könner
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RINTELN. Den richtigen Weg auf der Berufslaufbahn einschlagen – für viele junge Menschen eine schwere Entscheidung. Um diese den Absolventen der allgemeinbildenden Schulen zu erleichtern, öffneten am Mittwoch die Berufsbildenden Schulen Rinteln die Türen zu einem Infonachmittag. Interessenten bot sich die Gelegenheit, sich über die Ausbildungsfachbereiche und den Zweig des beruflichen Gymnasiums zu informieren. Kurzentschlossene hatten auch die Option, sich direkt für das nächste Schuljahr anzumelden.

„Wir wollen den Schülerinnen und Schülern Hilfestellung bei der Berufswahl geben“, sagt Günter Potthast, stellvertretender Schulleiter der BBS. Dabei präsentierte die Schule den Interessierten ein vielfältiges Angebot, das „vom Friseur über die Pflege bis hin zum Beruf des Metallers reicht“, so Potthast.

Schon beim Betreten des Schulforums wurde jeder Interessierte von der Schulleitung persönlich begrüßt und in Empfang genommen. „Auf diesem Weg können wir denjenigen, die mit einer bestimmten Berufsvorstellung hier ankommen, sofort zu einem für sie passenden Ansprechpartner lotsen“, erklärt Herbert Habenicht, Schulleiter der BBS, die Vorgehensweise.

Die Fachbereichsleiter, die den Schülerinnen und Schülern an diesem Tag eine breite Palette an Bildungswegen vorstellten, warteten an zahlreichen, in der Aula verteilten Tische auf die Neuankömmlinge. Große Hinweisschilder hinter jeder „Beratungsstelle“ gaben Auskunft über das jeweilige Fachgebiet. Vorführungen oder praktische Anwendungen gab es indes aber nicht, weil „wir den Fokus auf Kommunikation und Informationsvermittlung legen, verzichten wir auf jegliche Showelemente“, schildert Habenicht. Jeder solle so die Möglichkeit bekommen, vertiefte Informationen zu erhalten.

Bereits zum fünften Mal fand der Informationstag jetzt in Kombination mit dem Eltern- und Ausbildersprechtag statt. Durch die Zusammenlegung beider Tage könne man den Aufwand kleiner halten und es seien zudem automatisch alle Lehrkräfte für Gespräche anwesend. „Es herrscht einfach eine offene, bunte Atmosphäre, wo viel gelacht wird, die Ernsthaftigkeit aber nicht verloren geht“, sagt Habenicht.

Das sieht auch Stephan Olms so: „Es ist leider der Fall, dass in der Handwerkerbranche händeringend Nachwuchs gesucht wird“, sagt der Fachbereichsleiter für Glas- und Elektrotechnik. In offenen Gesprächen mit Schülern und Eltern möchte er den entsprechenden Ausbildungsweg vorstellen und die Möglichkeit einer dualen Ausbildung, bei der die praktische Anwendung in einem Kooperationsbetrieb und der Theorieteil in der Schule stattfindet, den Interessierten näherbringen. „Zwar kann man sich heutzutage auch online informieren, aber Antworten auf spezielle Nachfragen bekommt man nur durch ein persönliches Gespräch“, stellt Olms die Bedeutung des Infotages heraus.

Bei den Jugendlichen kam das Angebot unterdessen sehr gut an: „Die Infostände und Gespräche waren für die Berufsorientierung unglaublich hilfreich“, waren sich Jenny Pohl und Kira Schwarze einig. Für beide Schülerinnen endet nach diesem Schuljahr die Zeit an der IGS Obernkirchen und sie sind gezwungen, sich über die nächsten Ausbildungsschritte zu erkunden. „Ich freue mich total, dass es hier so viele Angebote gibt“, lobt Pohl die Veranstaltung.

Auch Schulleiter Habenicht zeigt sich glücklich: „Ich bin richtig froh, dass wieder so viele erschienen sind.“ Außerdem sei er total stolz auf sein Kollegium, denn „alle Beteiligten haben erneut wunderbar mitgearbeitet“. Selbstverständlich werde man im nächsten Jahr wieder so einen Tag auf die Beine stellen, schließlich „werden hier die Wege für die Zukunft gemacht“, freut sich Habenicht über einen gelungenen Tag.

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