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Gemeinsamer Open-Air-Gottesdienst

Für Frieden gibt’s keine perfekte Lösung

EILSEN/STEINBERGEN. „Die Welt ist wie verwandelt, wenn…“ war (nicht nur) Thema des Kooperationsgottesdienstes der Ev..-luth Kirchengemeinden Bad Eilsen und Steinbergen mit Pastor Hendrik Blank und Pastor Reinhard Koller..

veröffentlicht am 13.08.2017 um 15:08 Uhr
aktualisiert am 13.08.2017 um 16:40 Uhr

Der Posaunenchor umrahmt den Gottesdienst im Garten des ehemaligen Restaurants „Schinken-Kruse“ musikalisch. Foto: möh

Autor:

CORD-HEINRICH MÖHLE
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EILSEN/STEINBERGEN. „Die Welt ist wie verwandelt, wenn…“ ist jetzt nicht nur das Thema des sogenannten Kooperationsgottesdienstes der beiden evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Bad Eilsen und Steinbergen gewesen. Pastor Hendrik Blank vollendete diesen unvollständigen Satz bereits bei der Begrüßung der vielen Besucher, indem er erklärte: „Wenn die Sonne scheint“. Und dabei fiel ihm auch ein Stein vom Herzen, denn die beiden Gemeinden hatten nach zwei Tagen Dauerregens auf die Wettervorhersage vertraut, dass in den Vormittagsstunden des gestrigen Sonntages der „Himmel seine Schleusen geschlossen“ hielt. Das war notwendig, denn der Gottesdienst fand draußen, im Garten des ehemaligen Restaurants „Schinken-Kruse“, in Schermbeck statt.

„Die Welt ist wie verwandelt, wenn…“ war auch der Kernsatz der Predigt, die Pastor Reinhard Koller hielt. Zunächst fragte er einige der Gottesdienstbesucher, wie in ihrer Vorstellung das Zitat vollendet werden könne, und versuchte dann, selber die Antwort zu finden, indem er auf das Lied „Die Welt ist wie verwandelt“ verwies, in dem es heißt, „wir sollten uns die Hände halten, gemeinsam eine Brücke bauen oder aber auf Gottes Wort vertrauen“. Er bedauerte gleichzeitig, dass es keine perfekte Lösung für einen globalen Frieden, wie von den Gottesdienstbesuchern gewünscht, gebe, denn die Welt sei kompliziert und der Mensch könne zudem alles ins Gegenteil umkehren. So verwandele sich Liebe in Hass und Frieden in Krieg. Koller: „Mit nur einem Knopfdruck ist es leider möglich, Atomraketen zu starten.“

Aktueller Anlass dieser Predigt sind die derzeitigen öffentlichen Wortgefechte zwischen den Präsidenten der USA und Nordkoreas. Koller verwies wieder auf das Lied und erklärte, eine Brücke zu bauen, sei jedoch sinnlos, wenn man sie nicht betrete, sondern sich von den beiden Seiten nur Worte des Hasses entgegenschleudere. Der Weltfrieden müsse immer wieder neu eingefordert werden. Fest stehe aber, dass „wir Teil des Friedens Gottes seien“. Auch wenn die gesamte Menschheit nur aus Christen bestehe, so Koller, sei der Frieden nicht garantiert. Denn auch wie bei den Muslimen, gebe es mit Sicherheit unter den Christen einige, die sich ebenfalls radikalisierten.

Pastor Hendrik Blank (l.) und Pastor Reinhard Koller halten den Kooperationsgottesdienst gemeinsam. Foto: möh
  • Pastor Hendrik Blank (l.) und Pastor Reinhard Koller halten den Kooperationsgottesdienst gemeinsam. Foto: möh

Pastor Hendrik Blank bedankte sich zum Abschluss des Gottesdienstes bei der Luhdener Familie Bahr, die diese Feier in ihrem privaten Garten erst ermöglicht und sogar auf dem Parkplatz auf ihre Kosten ein Toilettenhäuschen aufgestellt hatte. Ferner freute er sich, dass der Posaunenchor des CVJM Bad Eilsen-Rolfshagen (verstärkt durch einige Bläser aus Steinbergen) mitgewirkt hatte. Sein Dank galt aber auch den Mitgliedern des Teamer-Turm-Treffs, die die Sitzbänke und weitere Utensilien nach Schermbeck geschafft, und den Gemeindemitgliedern, die etwas für das anschließende gemeinsame Büfett gespendet hatten, sowie der Steinberger Organistin Kathrin Vial, die den Gottesdienst auf ihrem Keyboard musikalisch begleitete.

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