weather-image
Stadtwerke Schaumburg-Lippe ziehen Bilanz / Ziele für 2017 erreicht / Drei Millionen Euro Gewinn

Gas-, Wasser- und Strompreise steigen 2018 nicht

BÜCKEBURG. Die Strom-, Wasser- und Gaspreise für die Kunden der Stadtwerke Schaumburg-Lippe werden in diesem Jahr nicht erhöht. „Nach dem aktuellen Stand bleibt alles stabil“, sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke, Eduard Hunker, im Rahmen der Jahrespressekonferenz. Bei 40 Millionen Umsatz erlösten die Stadtwerke nach den vorläufigen Zahlen einen Gewinn von rund drei Millionen Euro nach Steuern.

veröffentlicht am 12.01.2018 um 13:49 Uhr
aktualisiert am 12.01.2018 um 15:50 Uhr

Die Stadtwerke Schaumburg-Lippe haben Bilanz gezogen. Über rund drei Millionen Euro Gewinn nach Steuern freuen sich der Vorsitzende der Gesellschaftsversammlung, Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach (v.l.), Geschäftsführer Eduard Hunker und der V
4299_1_orggross_r-cremers

Autor

Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Hunker bilanzierte gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, dem Stadthäger Bürgermeister Oliver Theiß, und dem Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung, Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach, das Jahr 2017 und gab einen Ausblick auf das Jahr 2018.

Nach den vorläufigen Zahlen hat das Unternehmen die für 2017 gesteckten Ziele erreicht. Die Bilanzsumme beläuft sich auf circa 40 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote liegt bei rund 42 Prozent oder 17 Millionen Euro. Insgesamt wurde ein Umsatz von circa 40 Millionen Euro erzielt, der Großteil mit dem Verkauf von Gas, wo 630 Millionen Kilowattstunden verkauft wurden. Der Umsatz beim Strom liegt bei etwa sechs Millionen Euro, beim Wasser bei etwa fünf Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern wird sich bei rund drei Millionen Euro einpendeln, von denen ein Teil wiederum den Rücklagen zugeführt wird, der andere als Rendite an die Gesellschaft ausgeschüttet wird, also an die beteiligten Kommunen.

76 Mitarbeiter arbeiten für die Stadtwerke, darunter sind drei Azubis. Ob der 66-jährige Geschäftsführer Eduard Hunker auch im kommenden Jahr noch die Geschicke des Unternehmens leiten wird, ist offen. Sein Vertrag läuft aus. Derzeit stehe man in Gesprächen mit dem Geschäftsführer, sagte Oliver Theiß.

Im Bereich der Gaskunden haben die Stadtwerke im Zuge der Liberalisierung in den vergangenen Jahren rund 20 Prozent ihrer Kunden verloren und sich bei rund 18 000 eingependelt, ebenso bei den Wasserkunden. Die Zahl der Stromkunden habe sich seit der Ausweitung des Verbreitungsgebiets von der Stadt Obernkirchen auf das gesamte Einzugsgebiet in den vergangenen Jahren mehr als verdreifacht: von rund 3300 auf heute knapp 10 000. Die selbst gesteckten Ziele für 2017 konnten in diesem Bereich deutlich übertroffen werden.

Im Bereich der Preise gehören die Stadtwerke nach wie vor zu den günstigsten regionalen Anbietern, wie das Führungstrio betonte. Hunker: „Mit den Billigheimern wollen wir uns nicht vergleichen.“ Die Stadtwerke setzten auf seriöse und vertrauensvolle Kundenbindungen. Es zahle sich aus, dass die Stadtwerke eine gute Einkaufspolitik betreiben und Preisauf- wie Preisabschläge unmittelbar an die Kunden weitergegeben würden, betonte Brombach: „Das hat Vertrauen geschaffen.“

Während im Mai das Kundenzentrum in Stadthagen von der Enzer Straße in die Innenstadt umziehen wird, gibt es entsprechende Pläne in Bückeburg nicht, wieder in die Fußgängerzone zurückzukehren. Zum einen sei in das Kundencenter im Unternehmenssitz Sitz am Bahnhof erheblich investiert worden, zum anderen der Weg zu den Stadtwerken nicht allzu weit für die Kunden. Viele kämen zielgerichtet und würden sich über die gute Parkplatzsituation freuen, so Bürgermeister Brombach: „Es lohnt sich nicht, sich in eine 1 a-Lage einzumieten“.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare