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Gehörte Kranenburg Bischof von Minden?

Dass es die Kranenburg vor dem heutigen Steinhude tatsächlich gegeben haben könnte, ist in einem Vergleich überliefert, den Adolf von Schauenburg (Schaumburg) mit dem Welfenherzog Otto von Braunschweig und Lüneburg am 17. März 1320 wegen mehrerer Besitztümer geschlossen hat. Die Schlösser Ricklingen, Wunstorf und Bokeloh sollen erobert, die Rehburg und die Kranenburg gebrochen werden: „so scolle ve ok de kranenborgh breken“. Weitere Hinweise haben den Historiker Curd Ochwadt vor mehr als 40 Jahren vermuten lassen, dass es sich um eine Burg des damals noch mächtigen Bischofs von Minden gehandelt haben könnte. Adolf von Schauenburg sollte die Kranenburg „sonder einigen Verzug“ zerstören, dies wird nach Meinung Ochwadts noch 1320 geschehen sein. Eine Ansammlung von Findlingen auf dem Stück mit dem Flur- und Fischernamen „Burg“ nordwestlich der Promenade und der Fund eines mittelalterlichen Schwertes vor 50 Jahren nähren seither die Vermutungen, die mit der neuen Untersuchungsmethode verifiziert werden sollen.

veröffentlicht am 11.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 01:22 Uhr

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