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Bäume und Gebäude: Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses machen sich ein Bild vor Ort

Geld für Kita in die Hand nehmen

Die Mitglieder des Umwelt- und Bauausschusses begeben sich zu ihrer nächsten Sitzung zunächst auf Reisen.Bäume in Hattendorf sollen unter die Lupe genommen werden und die Bausubstanzen und Raumaufteilungen im FamZ Rolfshagen und der Kita Rehren.

veröffentlicht am 11.10.2017 um 12:38 Uhr
aktualisiert am 11.10.2017 um 14:30 Uhr

Die Kirchengemeinde Hattendorf möchte diese Kastanie und die Flatterulme auf dem Kirchengrundstück fällen lassen. Foto: pr
Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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AUETAL. Die Mitglieder des Auetaler Umwelt- und Bauausschusses treffen sich am Dienstag, 17. Oktober. Zunächst sollen Besichtigungen stattfinden. Um 17 Uhr geht es in Hattendorf los.

Dort plant die Kirchengemeinde, eine Flatterulme zu fällen, die die Standsicherheit einer Natursteinmauer an der Grundstücksgrenze beeinträchtigt. Außerdem soll die große Roßkastanie auf dem Kirchengrundstück gefällt werden. Diese ist, laut der Kirchengemeinde, seit Jahren von Miniermotten befallen und stellt eine Gefahr dar.

Die Ausschussmitglieder schauen sich die Bäume an und werden im Anschluss an die Bereisung bei der Sitzung im Spiegelsaal der Alten Molkerei in Rehren eine Entscheidung zu dem Antrag fällen.

Die Youngster im Rat, Sebastian Huck (li.) und Jörn Lohmann, sind sich einig – für die Kita Rehren muss Geld in die Hand genommen werden. Foto: pr
  • Die Youngster im Rat, Sebastian Huck (li.) und Jörn Lohmann, sind sich einig – für die Kita Rehren muss Geld in die Hand genommen werden. Foto: pr

Zuvor werden aber noch die Kindertagesstätten in Rehren und Rolfshagen besichtigt.

Per Ratsbeschluss ist die Verwaltung beauftragt worden, die Machbarkeit der Projekte „Mehrgenerationenhaus Rolfshagen“ und „Mittelfristiger Neubau der Kita Rehren“ zu ermitteln.

Grundproblematik ist einerseits die beengte Raumsituation in dem Rolfshagener Gebäude, wo Kita, Familienzentrum, Ortsvorsteher-Büro, Dorfladen und Jugendzentrum untergebracht sind. Die dortige Raumsituation wird daneben noch durch einen Mietvertrag mit der TuSG Rolfshagen verschärft, der den größten Raum des Gebäudes als Gymnastikraum sowie Übungsraum für den Spielmannszug nutzt und der somit für den Kita-Betrieb gegenwärtig nicht zur Verfügung steht.

Das Rehrener Kita-Gebäude wurde in seiner Historie zunächst als Schule, später als Feuerwehrhaus und schließlich als Kindertagesstätte genutzt. Es weist erhebliche bauliche Mängel auf, die letztlich zu der Entscheidung geführt haben, den für eine ausreichende Kita-Platzzahl notwendigen Erweiterungsbau nicht in Rehren, sondern in Escher zu realisieren.

Vor dem Hintergrund des Ratsbeschlusses wird die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Umwelt- und Bauausschuss sowie dem Jugend- und Sozialausschuss Möglichkeiten der Realisierung der Projekte entwickeln, wobei die Haushaltssituation der Gemeinde zu berücksichtigen ist.

Die beiden Anträge sind aufgrund ihrer Komplexität nach Auffassung der Verwaltung gemeinsam zu betrachten.

Zunächst soll den Mitgliedern des Umwelt- und Bauausschusses Gelegenheit gegeben werden, sich ein umfassendes Bild in beiden Häusern über die Raumsituation und die Bausubstanz zu machen. Der ehemalige Leiter der Bauabteilung, Friedhelm Liwack, der die Entwicklung und den baulichen Zustand beider Gebäude aus seiner rund 30-jährigen Tätigkeit für die Gemeinde am besten kennt, wird gemeinsam mit den Mitarbeitern der Bauabteilung die Ortsbesichtigung in Rolfshagen und Rehren begleiten. Im Anschluss soll über den baulichen Zustand der Gebäude berichtet und über Lösungsansätze diskutiert werden.

Die entsprechende Information der Mitglieder des Jugend- und Sozialausschusses über Bausubstanz und Raumsituation der besagten Gebäude in Rehren und Rolfshagen wird sich zeitnah im Rahmen einer Ausschusssitzung mit Ortsbesichtigung anschließen.

In Sachen Kita Rehren haben sich kürzlich die Youngster im Gemeinderat, Jörn Lohmann (CDU) und Sebastian Huck (SPD) vor Ort ein Bild über die Situation verschafft.

„Hier muss etwas passieren und dafür muss ganz klar auch Geld in die Hand genommen werden“, sind sich Lohmann und Huck einig.

Für sie steht allerdings fest, dass der Standort beibehalten werden muss. „Die Nähe zur Grundschule bietet Synergieeffekte im Betreuungsbereich, die die Gemeinde perspektivisch erheblich entlasten und den Kindern einen einfachen Übergang in den Schulbereich ermöglichen können“, so Lohmann. Beide sind sich einige: „Wer hier öffentlich erklärt, dass in der Kita Rehren ,alles gut’ sei, der hat sich nicht die Mühe gemacht, mit dem Betreuungspersonal zu sprechen, geschweige denn, sich ein Bild von der baulichen Situation zu machen.“

Als familienfreundliche Gemeinde müsste man bereit sein, das nötige Geld für die Kinder in die Hand zu nehmen. „Wenn wir nicht in diesem Bereich, der einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung eines Kindes trägt, investieren, wo dann?“, fragt Huck.

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