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Feuerwehren arbeiten zusammen

Gemeinsam stark

BÜCKEBURG/PORTA. „Ein großes Werk geht seiner Vollendung entgegen“, fasste Reiner Brombach drei Jahre Vorarbeit zusammen. Gemeinsam mit seinem Portaner Amtskollegen Bernd Hedtmann unterschrieb der Bückeburger Bürgermeister jetzt die Vereinbarung zur Zusammenarbeit der Feuerwehren der beiden Nachbarkommunen.

veröffentlicht am 07.11.2017 um 14:56 Uhr
aktualisiert am 07.11.2017 um 16:52 Uhr

Mit ihren Unterschriften besiegelten die Bürgermeister Bernd Hedtmann (l.) und Reiner Brombach förmlich die Zusammenarbeit der Feuerwehren dies- und jenseits der Landesgrenze. Foto: kk
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Karsten Klaus Redakteur zur Autorenseite
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Diese sieht vor, dass die Freiwilligen Ortsfeuerwehren Bückeburg-Stadt und Röcke auch jenseits der Landesgrenze in Kleinenbremen und Teilen von Wülpke und Nammen Lösch- und Hilfseinsätze fahren. So werden die Portaner Feuerwehren unterstützt, die die vorgeschriebenen Ausrückzeiten nicht immer einhalten können. Die Einsatzkräfte der hauptamtlichen Hausberger Wache schaffen es nämlich nicht innerhalb der vorgeschriebenen zwölf Minuten in die entfernteren Stadtteile. Und von den Löschgruppen vor Ort ist nicht mehr immer Unterstützung zu erwarten, da es tagsüber an Werktagen häufig an der nötigen Personalstärke fehlt. Aus diesem Grund helfen die Bückeburger Wehren mit mindestens einer Staffel, also fünf bis sechs Feuerwehrleuten und entsprechenden Fahrzeugen, auch nur werktags von 6 bis 17 Uhr. Die Stadt Porta hatte um diese Unterstützung gebeten.

Beide Bürgermeister dankten ausdrücklich den beteiligten Feuerwehren, die in vielen internen und gemeinsamen Gesprächsrunden die Machbarkeit des Projektes geprüft und die praktischen Grundlagen erarbeitet hatten. „Die Feuerwehren waren schnell“, lobte Heidtmann. Innerhalb von drei Monaten sei die praktische Abstimmung gelaufen. Dass sich das Verfahren dann aber doch drei Jahre bis zum förmlichen Abschluss hingezogen habe, habe verschiedene Gründe. In beiden Kommunen waren die politischen Gremien zu beteiligen. Und da es sich um eine länderübergreifende Zusammenarbeit handelt, mussten auch die unterschiedlichsten Aufsichtsbehörden ihr Okay geben.

Der Bückeburger Stadtbrandmeister Marco Brockmann betonte, dass die Ortsfeuerwehren Bückeburg-Stadt und Röcke von Anfang an in die Planungen eingebunden worden seien. Solch ein Schritt könne nicht von „oben“ angeordnet werden. Schließlich könnten nur die Brandschützer vor Ort beurteilen, ob ihre Kapazitäten ausreichten, um die zusätzlichen Aufgaben zu bewältigen.

Sein Portaner Kollege Jens Grabbe, der Leiter der dortigen Feuerwehren, lobte die gute Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg. In dieser Beziehung konnte sich der Schaumburger Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grothe nur anschließen: „Gemeinsam sind wir stark“, sagte dieser. Die Kreisfeuerwehr pflege schon immer exzellente Beziehungen zu den Nachbarkreisen, doch diese offizielle Vereinbarung sei dann doch etwas ganz Besonderes. Gro-the wies aber darauf hin, dass auch Schaumburg kein „Feuerwehr-Schlaraffenland“ sei. Auch hier sei es mancherorts schwierig, rund um die Uhr genügend Ehrenamtliche zu motivieren. Viele Pendler stünden tagsüber nicht für die Feuerwehren zur Verfügung.

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