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VfR Evesen schlägt SV Borussia Hannover mit 2:1 / Gelb-Rot für Ibrahim Khodr

Glück gehabt

veröffentlicht am 13.08.2017 um 19:50 Uhr

VfR-Torjäger Caglayan Tunc (rechts) schaut den Borussen-Torwart aus, trifft aber nur den Pfosten. Foto: ph

Autor:

Jörg Bressem

EVESEN. Beim VfR Evesen ist alles neu. Das Spielsystem, die Einstellung, der Umgang miteinander. Aber die neue Lockerheit wäre der Mannschaft beim 2:1-Sieg gegen den SV Borussia Hannover in der zweiten Halbzeit beinahe zum Verhängnis geworden. „Wir haben Glück gehabt“, bestätigte Trainer Steffen Mitschker. Seine Mannschaft machte den fußballerisch limitierten Gegner stark.

Drei Faktoren waren entscheidend: Caglayan Tunc war vor dem gegnerischen Tor zweimal viel zu eigensinnig, hinten verlor der VfR Evesen plötzlich seine Ordnung und als der unbeherrschte Ibrahim Khodr zwanzig Minuten vor Schluss auch noch Gelb-Rot kassierte, weil er den Ball wegschlug, da hätte Borussia Hannover durchaus zum 2:2 ausgleichen können.

Vor der Pause sah das Spiel der Platzherren noch wesentlich erfreulicher aus. Vom früheren Ballbesitzfußball war nichts mehr zu sehen. Evesen ließ den Gegner kommen und hatte so vorne viel mehr Platz als früher. „Das haben wir bewusst so gemacht“, erklärte Mitschker nach Spielschluss. Das neue Konzept ging voll auf. Steffen Lesemann erzielte bei einem schnellen Vorstoß und der Flanke von Hassan Ghonaim schon nach vier Minuten die 1:0-Führung. Josef Khodr baute sie in der 34. Minute mit einem Volleyhammer aus sieben Metern auf 2:0 aus. Dass auch Hannover stürmen durfte, stellte kein Problem dar. Bis auf eine Kopfballchance ging von den Gästen wenig Gefahr aus.

Erst als sie in der 56. Minute durch den Treffer von Luis-Alexis Villamonte-Reyes auf 2:1 herankamen, änderte sich plötzlich das Bild. Der VfR Evesen flatterte und die Bemühungen des SV Borussia Hannover wurden immer Zwingender. Dass es am Ende beim 2:1-Sieg des VfR Evesen blieb, lag auch an den ständigen Konterangriffen der Platzherren, die zwar zu nichts führten, aber Entlastung brachten. Der unermüdliche Ghonaim wurde in dieser Phase zum wichtigsten Spieler der Platzherren. Für Mitschker war die Leistung seiner Mannschaft noch nicht voll befriedigend: „Aber es lässt sich darauf aufbauen und wir haben gewonnen.“

VfR: Willers, Menze, Städter, Lesemann (70. Durmus), Ghonaim, Tunc, Korkmazyigit, Josef Khodr (72. Akkus), Stolte, Ibrahim Khodr, Fichtner (89. Yesil).

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