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Feuerwehr bewahrt Altstadt vor Schlimmeren

Großbrand mit acht Verletzten

STADTHAGEN. Am Sonnabendmorgen ist die historische Innenstadt, wo historische Fachwerkhäuser und Renaissancegiebel dicht an dicht stehen, durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr vor einem größeren Schaden bewahrt worden.

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Für alle Besucher des Wochenmarktes, für Geschäftsleute und Anwohner war es ein Schreck: Es brannte im Dachgeschoss des Eckhauses am Markt/Klosterstraße. Acht Menschen wurden verletzt. Mehr als 160 Feuerwehrleute und 40 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes waren im Einsatz.

Gemeldet hatten den Brand laut Einsatzleiter Rolf Bruns gegen 9.30 Uhr mehr als 20 Anrufer. Viele waren akustisch durch Rauchwarnmelder aufmerksam geworden, noch bevor Rauch sichtbar wurde. Der Mieter der Wohnung, in dem das Feuer aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen war, und der sich in der Wohnung befand, wurde noch vor dem Eintreffen der Feuerwehrleute von zwei Geschäftsleuten im Haus gerettet.

Dejan Kajtasi vom „Schuhpark“ – drei Stockwerke über dem Laden war der Brand ausgebrochen – hatte das Feuer als erster entdeckt und war mit den Worten „Es brennt!“ zu Ciro Miotti geeilt. Der Eiscafébesitzer wusste, dass der betroffene Bewohner zu Hause war. Die beiden Geschäftsleute zögerten nicht lange und liefen hoch in die Wohnung. Dort hätten sie den Mann auf der Erde sitzend gefunden. Miotti: „Er hatte die Augen geöffnet, war aber nicht ansprechbar.“ Die beiden Männer trugen den benommenen Mieter aus der Wohnung und übergaben ihn den eingetroffenen Ärzten und Sanitätern. Diese kümmerten sich außerdem um den Hausmeister, der sich an der Hand verletzt hatte, als er ein Fenster in der Wohnung einschlug.

Insgesamt mussten die Retter acht Verletzte versorgen, drei von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Fünf Ärzte waren vor Ort und etliche Rettungsassistenten. Dem zunächst alarmierten hauptamtlichen Rettungsdienst mit zwei Notärzten folgten drei Ärzte der ehrenamtlich tätigen Örtlichen Einsatzleitung.

Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften ging die Feuerwehr die Schadenslage an. Alle Stadthäger Wehren waren im Einsatz. Die Bückeburger rückten mit der Drehleiter an, die Wehr Petershagen/Lahde mit einer Hubrettungsbühne wie sie auch die Stadthäger Wehr an der Klosterstraße in Stellung brachte. Der abknickbare Teleskoparm der Bühne tat in den beengten Innenstadtverhältnissen beste Dienste. Die Drehleiter, die weit mehr Abstand vom Gebäude benötigt, war auf dem Marktplatz positioniert und ausgefahren. Im Leiterkorb wachte ein Feuerwehrmann mit dem Strahlrohr in Position darüber, dass das Feuer nicht auf das benachbarte Dach übersprang: Eine sogenannte Riegelstellung zum Nachbarhaus war aufgebaut worden.

Nach dem Löschangriff öffneten die Feuerwehrleute von den Hubrettungsgeräten aus das Dach, um noch bestehende Glutnester abzulöschen. Gegen 11.30 Uhr war das Feuer soweit unter Kontrolle, dass die Geschäfte wieder geöffnet werden konnten. Die Marktpassage war nach Ausbruch des Feuers evakuiert worden.

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