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Direktkandidatur für Landtagswah

Grüne nominieren Hennemann-Kreikenbohm

LANDKREIS. Imke Hennemann-Kreikenbohm ist Direktkandidatin der Grünen für die Landtagswahl im Wahlkreis 37 Schaumburg. Die Bad Nenndorferin (50) setzte sich auf einer Wahlkreisversammlung in Stadthagen in einer Kampfabstimmung mit 8:5 Stimmen gegen die Kreistagsabgeordnete Cornelia Laasch (58) aus Bückeburg durch.

veröffentlicht am 18.05.2017 um 17:51 Uhr

Die Grünen-Kreisvorsitzenden Bela Lange (rechts) und Wilhelm Klusmeier gratulieren Imke Hennemann-Kreikenbohm zu ihrer Nominierung als Direktkandidatin zur Landtagswahl. FOTO: SSR

Autor:

Stefan Rothe
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LANDKREIS.Wählbar ist Hennemann-Kreikenbohm beim Urnengang am 14. Januar 2018 demnach in den Städten Bückeburg, Obernkirchen, Stadthagen, der Gemeinde Auetal und den Samtgemeinden Eilsen, Nenndorf, Nienstädt und Rodenberg – nicht aber in Rinteln.

Die zweifache verheiratete Mutter Hennemann-Kreikenbohm nimmt Mandate im Stadt- und Samtgemeinderat Nenndorf wahr. Hauptberuflich ist sie als Landschaftsplanerin mit dem Schwerpunkt Naturschutz tätig.

In ihrer Vorstellungsrede betonte Hennemann-Kreikenbohm, sie sei in der Friedens- und Öko-Bewegung der 80er Jahre politisiert worden. Den Grünen gehört sie seit 20 Jahren an. Auf Nachfrage versicherte sie, mit viel Einsatz um einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste kämpfen zu wollen. Die Politikerin setzte in der Vorstellungsrede ganz auf Öko-Themen: „Hier möchte ich im Wahlkreis besondere Akzente setzen.“ Sie wolle für eine Klima-, Agrar- und Verkehrswende werben. Die intensive Landwirtschaft sei eine Hauptursache für den Artenrückgang, hier gelte es auf weitgehende Veränderungen hinzuwirken. Anzustreben sei auch der Ausbau des Netzes an Biotopen. Hennemann-Kreikenbohm nannte die AfD „eine große Herausforderung“. Der müsse unter anderem mit „einer gelingenden Integration von Migranten und mehr sozialer Gerechtigkeit“ begegnet werden.

Die unterlegene Bewerberin Laasch, die seit elf Jahren im Kreistag sitzt und Fraktionschefin der Grünen im Bückeburger Stadtrat ist, hatte in ihrer Vorstellungsrede stark auf ihre kommunalpolitischen Aktivitäten abgestellt. In Bückeburg hätten die Grünen zusammen mit der SPD „schon viele gute Ziele erreicht“. Im Kreistag sei unter ihrer Beteiligung ein starkes Engagement der Grünen gegen größere Infrastrukturprojekte wie etwa den Regioport und den Ausbau der B 65 zu verzeichnen.

In der Mitgliederversammlung des Grünen-Kreisverbandes konnte Kassierer Frank Rullmann über einen aktuellen Vermögensbestand von rund 65 000 Euro berichten. „Das ist ein gutes Polster für die anstehenden Wahlkämpfe“, meinte er. In den Finanzplan für dieses und das nächste Jahr stellte die Versammlung insgesamt 30 000 Euro für die Finanzierung des Landtags- und des Bundestagswahlkampfes bereit. „Das ist hoch angesetzt“, so Rullmann, „weil die Umfragewerte für uns nicht so toll sind und wir deswegen etwas tiefer in die Tasche greifen sollten.“

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