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Was bedeutet Votum der Politiker?

Grundschule Steinbergen: Elterninitiative wünscht Klarheit

RINTELN. Der Schulausschuss des Rates der Stadt Rinteln hat in der vergangenen Woche für die Schließung des Grundschulstandortes Steinbergen gestimmt (wir berichteten) – aber was bedeutet das eigentlich?

veröffentlicht am 01.11.2017 um 17:44 Uhr

Die Schließung des Grundschulstandortes Steinbergen ist politisch beschlossene Sache. Foto: tol
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Marieluise Denecke Redakteurin / Online zur Autorenseite
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RINTELN. Das fragt sich zumindest Tillmann Listek von der „Elterninitiative Montessori in Rinteln“, die anstrebt, die Montessori-Pädagogik in die Weserstadt zu holen. Es sei im Interesse der Initiative, so schnell wie möglich in die Diskussion mit interessierten Schulträgern zu gehen. „In welche Richtung dies geht, müssen wir sehen“, sagt Listek mit Blick auf die Diskussion um Steinbergen. Diese werde offensichtlich sehr emotional geführt – doch ob die Anforderungen und Wünsche eines Montessori-Standorts mit dem Standort Steinbergen vereinbar sind, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

Dennoch wünscht sich die Elterninitiative in der Diskussion um Steinbergen mehr Klarheit: „Ist die Schule nun verfügbar oder nicht?“, formuliert es Listek. In seinen Augen bedeutet die Abstimmung des Schulausschusses, dass das Gebäude nicht mehr als Schule zur Verfügung stehen solle. Hieße das aber, dass jeder Investor nun sein Gebot abgeben könne? Die Frage, auf die es der Elterninitiative letztendlich ankommt: „Ist der Standort Steinbergen für uns weiterhin interessant?“

„Wir müssen uns zeitnah zusammensetzen und den übernächsten Schritt diskutieren“, sagt auch Christoph Ochs, Grüne, im Schulausschuss. Um die Dinge zu beschleunigen, habe er noch im Juli gebeten, die Ausschusssitzung vorzuverlegen. Dieser Bitte sei nicht nachgekommen worden. „Hoffentlich werden wir uns nicht erst wieder in einem halben Jahr zusammensetzen.“

Klar scheint, dass die Initiative selber nicht Träger einer Montessori-Schule werden wird. Das hatte auch Ochs betont und erwähnt, dass der Leiter des Montessori Bildungshauses Hannover, Wim Ruijsendaal, seine Unterstützung zugesichert habe. mld

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