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Holzklau: Forstbetreiber verzichten auf Einsatz von Peilsendern / Vorsorgemaßnahmen reichen bisher aus

Häufige Kontrollen im Wald wirken

LANDKREIS. Prävention und Kontrollmaßnahmen reichen bisher aus: Holzklau ist in Schaumburgs Wäldern – im Unterschied zu Waldungen andernorts in Niedersachsen – kein Thema. Das hat eine Umfrage bei den größeren hiesigen Forstbetreibern ergeben. Daher werden in den Waldungen im Landkreis auch noch keine Peilsender eingesetzt.

veröffentlicht am 16.05.2018 um 16:14 Uhr

Holzstämme am Weg zum Forsthaus Halt bei Wendthagen warten auf ihren Abtransport. FOTO: RG

Autor:

Stefan Rothe
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Wie berichtet verwenden die Landesforsten seit einiger Zeit andernorts, etwa im Harz und im Solling, derartige kleine Sender. Diese Forst-Tracker werden getarnt in geschlagene Bäume eingebaut. Die Minisender in Streichholzschachtel-Größe senden bei Positionswechseln Signale aus, die mit Hilfe von GPS-Technik eine Ortung ermöglichen. So können Holzdiebstähle wirkungsvoll verfolgt werden. Der Einsatz dieser Technik hat in jüngster Zeit in Niedersachsen zu einem Nachlassen des Holzklaus geführt.

„Holzklau kommt zwar hin und wieder mal vor, das beschränkt sich aber auf wenige Einzelfälle im Jahr“, berichtet Lothar Seidel, Leiter des Kreisforstamtes. Diebstahl in größerem Maßstab, also mithilfe eines Lkw, der ganze Stämme abtransportiert, habe es in den Kreisforsten noch nicht gegeben. Wenn es mal vorkomme, handele es sich eher um kleinere Mengen von Brennholz, „manchmal stellt sich das dann auch nur als Verwechslung heraus“. Das Kreisforstamt schrecke durch eine hohe personelle Präsenz in den Revieren Diebe ab, so Seidel. Wenn hochwertiges Holz zwischengelagert werden müsse, würden die entsprechenden Waldzufahrten durch Schranken gesperrt. Peilsender würden daher noch nicht eingesetzt. „Bislang haben wir dazu noch keinen Anlass“, erklärt Seidel, „aber natürlich haben wir diese Option im Auge.“

„Glücklicherweise seit vielen Jahren keinen einzigen Diebstahl zu verzeichnen“ hat die Klosterkammer in ihren Schaumburger Forstgebieten nach Auskunft ihres Betriebsleiters der Klosterforsten, Constantin von Waldthausen. Seine Einrichtung bemühe sich, die Phase der Holzlagerung im Wald, also die Frist zwischen Fällung und Abtransport, so kurz wie möglich zu halten: „Das gibt wenig Gelegenheit zum Diebstahl.“ Zudem gebe es häufige Kontrollgänge, sodass ein Klau rasch auffallen würde, was die Aufklärung aufgrund der aufwendigen Logistik bei einem größeren Diebstahl begünstige. Gleichwohl erwäge man den Einsatz von Peilsendern, ergänzt von Waldthausen.

„Wir sind in unseren Forsten davon nicht betroffen“, sagt auch Alexander Trapp von der Fürstlichen Hofkammer in Bückeburg: „Wir lösen die Herausforderung einer guten Prävention und Kontrolle sehr gut.“ Darüber hinaus werde der Einsatz der Peilsender geprüft: „Wir finden diese Technik ganz gut.“

Im Unterschied zu anderen Gebieten ist auch in den Wäldern der Landesforsten im Süden Schaumburgs der Holzklau „kein Thema“, wie Verwaltungsdezernentin Christa Wolff mitteilt: „Diebstahl kommt so gut wie nicht vor.“ Peilsender würden daher nicht eingesetzt.

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