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Fußball: VfL Bückeburg bezwingt den FC Lehrte mit 3:1 / Nach der Pause flutscht es

Hattrick von Tobias Versick

BÜCKEBURG. Tobias Versick konnte sich nicht erinnern, jemals einen lupenreinen Hattrick hingelegt zu haben. Er war mit seinen drei bildschönen Toren der alles entscheidende Spieler beim 3:1-Sieg des Fußball-Landesligisten VfL Bückeburg gegen den FC Lehrte.

„Plötzlich klappte alles“, freute sich Versick, der ein weiteres Mal bewies, dass er an guten Tagen eine brillante Kraft beim Landesligisten sein kann. Auch VfL-Trainer Heiko Thürnau war nach Spielende halbwegs befriedigt: „Unsere drei Geistesblitze der zweiten Halbzeit halfen weiter.“ Derartige Erleuchtungen waren vor der Pause allerdings so gut wie gar nicht zu sehen. Der VfL Bückeburg war den Gästen zwar spielerisch weit überlegen, er kam aber nicht zur Sache. Es fehlte ein tödlicher Pass, es fehlte das Verlangen nach einem Tor, es wurde zu viel quer, statt steil gespielt. Der schwache Gesamteindruck wurde durch die zerstreute Abwehr komplettiert, die den Tabellenzwölften in den letzten zehn Minuten vor der Pause zu eigenen Angriffen animierte. Der bis dahin total harmlose FC Lehrte besaß in dieser Phase sogar bessere Tormöglichkeiten als die Platzherren, bei denen der angeschlagene „Bubi“ Bremer auf der Bank saß und bei denen auch Niko Werner nicht zum Einsatz kam. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte brachte Pascal Bodmann die Lehrter sogar mit 1:0 in Front. Lange Gesichter bei den Hausherren.

Nach der Pause war der VfL vorne deutlich griffiger unterwegs, besonders der alles überragende Versick, der in der 60. Minute zum ersten Mal mit einem Kopfball auf sich aufmerksam machte, den Lehrtes Torwart Alexander Homann aus dem Winkel fischte. Bei dem, was dann kam, war Homann allerdings nur noch Zuschauer. Die 64. Minute: Versick mit einem Dribbling von der linken Seite, mit Tim Buchwald als Bande und mit einem satten Schuss zum 1:1 ins lange Eck. Die 72. Minute: Versick erwischte einen durchgesteckten Ball, trat an, behauptete sich und machte mit feinem Gespür das 2:1. Die 87. Minute: Flanke von Lennard Heine, traumhafter Flugkopfball Versick – das 3:1 und der Höhepunkt der „Versick-Festspiele“. Jubel, Trubel, Heiterkeit nur Thürnau blieb nüchtern. „Das Spiel war insgesamt schwach.“

VfL: Holtkamp, Pascal Könemann, Abram, Peter, Buchwald (90. Spilker), Versick, Rinne, Steininger, Jan-Eike Raschke, Bastian Könemann (77. Lennard Heine), Bennett Heine.jö

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