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Stimmenimitator Andreas Neumann begeistert im PiP

Heinz Erhardt lebt!

BAD EILSEN. Wüsste man nicht genau, dass Heinz Erhardt schon lange tot ist: Beim „Heinz-Erhardt und Freunde“-Abend im „Palais im Park“ hätte man meinen können, der berühmte Komiker steht leibhaftig auf der Bühne. So nah kommt Parodist und Stimmenimitator Andreas Neumann, der dort gastiert hat, seinem großen Vorbild.

veröffentlicht am 17.09.2017 um 15:51 Uhr

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Michael_Werk

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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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BAD EILSEN. Seine Ähnlichkeit ist schon optisch – von der Figur bis zur Frisur – nicht von der Hand zu weisen. Dann die passende Mimik und Gestik und erst recht die dem Original zu beinahe einhundert Prozent gleichende Stimme, und dazu noch dieses Heinz-Erhardt-typische, schelmische Lachen. Keine Frage, Neumann doubelt den legendären Unterhaltungskünstler und Wortakrobaten Heinz-Erhardt (1909-1979) wie wohl kein Zweiter auf dieser Welt. Zumal er dessen Wortspiele respektive Reime ebenfalls perfekt beherrscht. Darauf abgestimmt präsentiert Neumann in seiner Show überdies auch selbst verfasste, humorige Texte, die eine vergleichbare Güte haben wie die des Wortwitz-Großmeisters.

Nicht ohne Grund war Neumann (geboren 1969) seinerseits bereits in vielen TV- und Radiosendungen zu Gast und trat er auch schon auf zahlreichen Theaterbühnen und nicht zuletzt bei Veranstaltungen großer Unternehmen auf, um mit seinem Können die Menschen zu erheitern.

Bei seinem Gastspiel im gut besuchten „Palais im Park“ sprang der Funke denn auch schon nach den ersten Sätzen auf das Publikum über. Und es dauerte nur ein paar Minuten, bis einer begeisterten Zuschauerin in einer der hinteren Sitzreihen nach einem seiner Scherze der laute Ausruf „wunderbar“ aus dem Munde kam. Lacher waren an diesem Abend definitiv keine Seltenheit, ganz im Gegenteil.

Wobei es einerlei war, ob die Witze von Heinz Erhardt entliehen waren oder ob es sich um Neumann’sche Eigenkreationen handelte, da beides von der Qualität eben dicht beisammen lag. Sofern es sich nicht gerade um die weithin bekannten Gags handelte, die auch heute noch immer wieder gerne im Fernsehen gezeigt werden und bei denen man sofort weiß, „ja, das ist Heinz Erhardt“, dürfte freilich nur eingefleischten Erhardt-Fans sowie mit einem super Gedächtnis gesegneten Zeitzeugen stets klar gewesen sein, von welchem Künstler was stammte. So konnte die mit einem spitzbübischen Lachen in den Saal geworfene Ansage „Wären Sie heute Abend nicht hier, hätten Sie vielleicht einen schönen Abend erlebt“ dem Geiste Neumanns ebenso entsprungen sein wie dem Heinz Erhardts.

War noch was? Ach ja, die anderen „prominenten Gäste“ („Freunde“), die Neumann mit seinem vergnüglichen Programm für einen Abend auf der Bühne auferstehen ließ. Als da waren Marcel Reich-Ranicki, Jürgen von Manger („Tegtmeier“), Theo Lingen, Hans Moser, Heinz Rühmann und etwa Inge Meysel. Auf die diesbezüglichen Parodien einzugehen, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, daher hierzu nur so viel: Auch die hatte er drauf, wobei sich das „Wiederhören“ noch steigerte, wenn man beim Zuhören die Augen schloss, um Neumanns Heinz-Erhardt-Aussehen auszublenden und sich ganz seinen Stimmenimitationen hinzugeben.

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