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Auf Gewerbeareal mit 76 000 Quadratmetern Gesamtfläche letztes verfügbares Grundstück verkauft

Helweg ist komplett vermarktet

STADTHAGEN. Das Gewerbegebiet „Großes Klosterfeld“ Am Helweg mit seiner Gesamtfläche von rund 76 000 Quadratmetern ist vollständig vermarktet. Der Kaufvertrag über das letzte verfügbare Grundstück ist nach Auskunft des städtischen Wirtschaftsförderers Lars Masurek vor einigen Tagen abgeschlossen worden.

veröffentlicht am 12.02.2018 um 17:29 Uhr

Der Gewerbepark mit 76 000 Quadratmetern am Helweg ist komplett vermarktet. Foto: rg

Autor:

Stefan Rothe
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Zwar sind noch nicht alle in jüngerer Zeit verkauften Grundstücke bebaut. Doch Masurek betont: „Nach unseren Informationen ist vonseiten aller betroffenen Eigentümer vorgesehen, mit einer Bebauung noch in diesem Jahr zu beginnen“.

Maßgebend für das Gelingen der kompletten Vermarktung waren nach Überzeugung von Masurek mehrere Faktoren. Dazu zähle „die günstige Verkehrsanbindung sowohl nach außen als auch in Richtung Innenstadt“.

Mit Kaufland und Media Markt gebe es zudem „zwei absolute Frequenzbringer, wodurch da Leben herrscht und auch für andere Firmen mit kundenorientierten Sortimenten potenzielle Kunden angezogen werden“. Das habe eine Sogwirkung entfaltet.

Diese gelte auch mit Blick auf „den interessanten Branchenmix auf hohem Standard und das einladende Erscheinungsbild der Gebäude“. Auch die einfache und kostengünstige Erschließung der Grundstücke in direktem Anschluss an den Helweg sein vielfach ein Kaufargument gewesen, berichtet Masurek.

Nachdem der Verkauf der Grundstücke in den ersten Jahren nach Ausweisung des Areals im Jahre 2004 eher schleppend verlaufen ist , haben laut Masurek zwei politische Entscheidungen Fahrt in die Sache gebracht.

Ursprünglich war durch den dortigen Bebauungsplan lediglich die Ansiedlung von ausschließlich produzierendem Gewerbebetrieben erlaubt. Das sei vor einigen Jahren dahingehend geändert worden, dass in beschränktem Maße auch Einzelhandel, und zwar solcher ohne innenstadtrelevante Sortimente, zulässig wurde. „Wir haben eingesehen, dass es landauf, landab immer üblicher wurde, auch Einzelhandel mit der genannten Beschränkung in Gewerbearealen anzusiedeln“, so Masurek.

Das eröffnete Betrieben wie etwa einem Küchen-Anbieter oder einem Fahrrad-Geschäft die Möglichkeit der Ansiedlung. „Der Helweg eignet sich hervorragend für Betriebe, die man im Innenstadtbereich gar nicht mehr so richtig unterbringen kann“, erläutert Masurek.

Eine zweite Entscheidung betraf die Preisgestaltung. Der Rat rückte vom ursprünglichen Preis von 30 Euro pro Quadratmeter ab. Es wurde ein Grundpreis von 28 Euro festgelegt. Zusätzlich gab es Rabatte, wenn durch die Ansiedlung eine gewisse Anzahl von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen neu geschaffen und/oder wenn eine größere Fläche erworben wurde. „Dadurch konnte man auf einen Preis von 22 Euro kommen“, berichtet der Wirtschaftsförderer. Bei allen genannten Preisen seien freilich noch Erschließungskosten von 4,40 Euro pro Quadratmeter hinzugekommen.

„Damit haben wir einen im regionalen Vergleich recht konkurrenzfähigen Preis angeboten“, so Masurek. Man müsse einfach anerkennen, „dass wir nicht direkt an der Autobahn liegen und 80 Euro verlangen können wie Bad Nenndorf oder Wunstorf.“

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