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Das Bürgerschießen beginnt mit der Bestätigung der Stadtoffiziere und der Gedenkfeier am Ehrenmal

Horrido! „Zwei Jahre Notstand sind vorbei“

Bückeburg (rc). Das Bürgerschießen 2009 ist eröffnet. Bürgermeister Reiner Brombach sprach gestern Abend vor den versammelten Stadtoffizieren im Rathaus die erlösenden Worte und beendete damit „zwei Jahre Notstand“. Zuvor hatte er die Offiziere in ihrem Amt bestätigt. „Das Bürgerschießen ist eine Institution in dieser Stadt“, sagte der Bürgermeister. Es pflege Tradition und Gemeinsinn, ein hohes Gut in heutigen Zeiten. Dinge müssten geändert werden, sagte er zum neuen Ablauf des Festes. Er sei sicher, dass es eine gute Entscheidung sei.

veröffentlicht am 26.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 03:41 Uhr

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Optimismus, den auch Stadtmajor Rolf Netzer in seiner Begrüßungsrede teilte. Er denke, dass das Bataillon einen guten Weg eingeschlagen habe. „Am Sonntag wissen wir mehr.“ Auch er erinnerte daran, dass das Bürgerbataillon heute Nachbarschaft und Gemeinsamsinn pflege und mit der Spende anlässlich des Grünkohlessens gezeigt habe, dass es sich auf dem richtigen Weg befinde. „Wir werden auf diesem Weg weiter machen. „Dafür brauche ich das ganze Bataillon“, appellierte er an die Offiziere, die neuen Gedanken und Änderungen in die Rotts zu tragen. „Wir wünschen uns unbeschwerte Tage.“ Ein Sonderapplaus erhielt Hans Schwiering, mit 97 Jahren der dienstälteste Stadtoffizier.

Nach den Beförderungen versammelte sich das Bataillon vor dem Rathaus, um von dort nach dem Ausmarsch der Fahnen zusammen mit dem Ehrenzug der Bundeswehr zur Gedenkfeier im Schlossareal zu marschieren. Bei der Gedenkfeier verband Landesbischof Jürgen Johannesdotter die Erinnerung an die Toten der Weltkriege mit einem Appell zum Frieden. Drei Botschaften hätten die Toten, an die mit den Ehrenmalen erinnert werde, der Nachwelt hinterlassen: Zum ersten, sie nicht zu vergessen. Zum zweiten, Konsequenzen aus ihrem Sterben zu ziehen, denn Krieg sei nicht der Wille Gottes, und doch fänden heute noch zahllose Kriege mit schrecklichen Opfern statt. Zum dritten solle über dem Krieg der Frieden nicht vergessen werden. „Kriegsgeschichten sind keine Heldengeschichten, sondern Trauergeschichten.“ Anschließend legten Stadtmajor Rolf Netzer, Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, Heeresfliegergeneral Reinhard Wolski sowie weitere Vertreter des Bürgerbataillons Kränze nieder.

Zu Fähnrichen wurden befördert: Andre Davidovic, Dirk Hitzemann, Rüdiger Homeier, Friedrich Tünnermann, Thomas Dehne. Zum Leutnant: Albert Brüggemann, Frank Jäger, Klaus Rechtien, Heinrich Sümening, Reiner Walter. Zum Oberleutnant: Michael Wilke. Zum Hauptmann Eckhard Bruss.

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Das Programm heute: Grünholen im Wendthäger Forst, Schlossremise, 8.30 Uhr. Seniorennachmittag, Remise 15 Uhr. „Bierprobe“ mit Biersommelier Guido Grothe, Remise, 19 Uhr.

Nach den Beförderungen, hier Thomas Dehne (re.), der von Stadtmajor Rolf Netzer (v.l.), Adjutant Reiner Walter und Bürgermeister Reiner Brombach zum Fähnrich befördert wurde, marschierte das Bürgerbataillon zum Ehrenmal, um dort einen Kranz niederzulegen.

Fotos: rc/jp

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