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HSV-Fan-Club „Blauer Stern Schaumburg“ wächst wieder

OBERNKIRCHEN. Nach mehreren Jahren in Folge, in denen die Mitgliederzahl des HSV-Fan-Clubs „Blauer Stern Schaumburg“ rückläufig gewesen ist, hat der Verein diesen Negativtrend im vergangenen Jahr umkehren können.

veröffentlicht am 11.01.2018 um 11:05 Uhr
aktualisiert am 11.01.2018 um 16:10 Uhr

Bei der Jahresversammlung berichtete Uwe Rennekamp (li.) über die Entwicklung des HSV-Fan-Clubs. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Gehörten dem Verein Ende 2012 noch gut 350 Mitglieder an, zählte dieser zum Stichtag 31. Dezember 2016 nur noch rund 270 Fußballfans, wohingegen man jetzt knapp 280 Mitglieder hat. Das berichtete Uwe Rennekamp, der Vereinsvorsitzende, bei der Jahresversammlung im Restaurant „Rhodos im Lindenhof“. Eine genaue Erklärung, woraus der Aufschwung resultiert, lieferte er allerdings nicht.

Vielleicht liege es daran, dass bei dem Fußball-Bundeserstligisten HSV (Hamburger Sportverein) trotz dessen nun schon seit Jahren anhaltenden Abstiegskampfes inzwischen dergestalt „Kontinuität“ gegeben sei, dass Ruhe in den HSV eingekehrt sei und man Vertrauen in den jetzigen Trainer (Markus Gisdol) habe, mutmaßt Rennekamp auf Nachfrage unserer Zeitung. Weitere Gründe für den Mitgliederzuwachs seien wohl das begeisternde rege Vereinsleben des HSV-Fan-Clubs Blauer Stern Schaumburg und dessen Fan-Fahrten zu den Bundesligaspielen.

Die Austrittswelle hatte Rennekamp seinerzeit übrigens damit begründet, dass diese dem Frust über die sportlichen Pleiten des HSV geschuldet sei. Außerdem seien die Austritte eine Reaktion auf die von vielen Fans als negativ empfundenen „Außendarstellung“ des von internen Differenzen geschüttelten HSV (wir berichteten).

„Sehr wichtig ist und bleibt in Zukunft die Stellung als Offizieller Fan-Club (OFC) des HSV“, betonte Rennekamp. So zähle der HSV-Fan-Club Blauer Stern Schaumburg trotz des zeitweisen Mitgliederschwundes nach wie vor zu den fünf größten offiziellen Fan-Clubs des Bundeserstligisten, was angesichts von weit mehr als neunhundert solcher HSV-Fan-Clubs „immer noch eine beachtliche Momentaufnahme“ sei. Konkret sei man in diesem Ranking die Nummer vier.

Gleichwohl hob Rennekamp hervor, dass es selbstverständlich nicht nur um die Mitgliederstärke des „Blauen Sterns“ gehe. Vielmehr sei es auch wichtig, „gemeinsam zum HSV zu stehen“, den HSV in der hiesigen Region zu präsentieren und regionaler Ansprechpartner für alle HSV-Fans bei Fragen rund um den Bundesligaverein zu sein. Zudem gehe es darum, die Kicker bei deren Heim- und Auswärtsspielen zu unterstützen.

Als erfreulich wertete der Vorsitzende neben der Aufwärtsentwicklung bei den Mitgliederzahlen auch, dass die Anzahl der Hauptsponsoren des Clubs im vergangenen Vereinsjahr von vier auf nun insgesamt sechs erhöht werden konnte, als da sind das Busunternehmen Mühlmeister, die Sparkasse Schaumburg, das Unternehmen „Malerbetrieb und Markisenstudio Matthias Vogt“, die Firma „BMS Baugeschäft mit Service“, der EDEKA-Markt Bolinger und der „Hol’ ab!“-Getränkemarkt Stadthagen.

Seinen Rückblick auf die sportlichen Leistungen der Bundesligakicker des HSV eröffnete Rennekamp mit der Anmerkung, dass Jahresrückblicke im Allgemeinen ja immer langweilig seien. Beim HSV sei dies indes nicht so, da ein diesbezüglicher Rückblick stets auf „Millionen Emotionen“ basiere, was sicherlich auch damit zusammenhänge, dass der HSV „kein künstlich angelegter Retortenclub“ ist, sondern einer, wenn nicht sogar d e r traditionsreichste Verein des deutschen Fußballs. Und deshalb würden die sportlichen und vereinspolitischen Ereignisse rund um den HSV nicht nur von Fußballinteressierten wahrgenommen und diskutiert, sondern auch von der allgemeinen Öffentlichkeit.

Rennekamp berichtete in diesem Kontext unter anderem, dass der HSV in der Rückrunde der Saison 2016/2017 mit gerade einmal 13 Punkten aus der Hinrunde „eine für den HSV sensationelle Aufholjagd“ gestartet habe. Die erreichten sieben Siege und die vier Unentschieden seien ausreichend gewesen, um am Ende auf dem 14. Tabellenplatz zu landen und somit in der Ersten Bundesliga zu bleiben.

Die Saison 2017/2018 habe dagegen mit einer „Pokal-Blamage“ in Osnabrück begonnen, indem der HSV trotz eines Spielers mehr auf dem Platz 1:3 gegen Osnabrück verloren habe und somit wieder einmal zur „Lachnummer Deutschlands“ geworden sei.

Dafür aber habe der Traditionsverein zum Auftakt der Bundesliga-Hinrunde zwei Siege erzielt, sodass der HSV zumindest für eine Nacht an der Tabellenspitze gestanden habe. Die sportliche Bilanz der Monate September und Oktober habe indes einer „mittelschweren Katastrophe“ geglichen, da der Verein acht Spiele in Serie verloren habe. Und am 17. Spieltag der laufenden Saison sei der HSV zu alledem nach einer 1:3-Niederlage gegen Mönchengladbach auf einem direkten Abstiegsplatz gelandet.

Noch etwas Positives zum Schluss: Anlässlich seines 15-jährigen Bestehens hatte Blauer Stern Schaumburg 2017 einen „Spendenmarathon“ ausgerichtet, um Geld für die Palliativ-Station des neuen Klinikums Schaumburg zu sammeln. Laut Rennekamp sind dabei exakt 1630,25 Euro zusammengekommen, die der Fan-Club aus seiner eigenen Kasse auf insgesamt 2000 Euro aufstockt. Überreicht werden soll das Geld dem Klinikum im Rahmen eines Pressetermins, der für Februar geplant ist.

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