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Mindens Trainer Frank Carstens trifft mit GWD auf seinen Ex-Klub TSV Hannover-Burgdorf

In freudiger Erwartung

veröffentlicht am 07.02.2018 um 15:41 Uhr

Im letzten Testspiel in Stadthagen landet GWD Minden mit Christoffer Rambo (links) einen 32:27-Erfolg gegen den Bergischer HC. Foto: uk
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Uwe Kläfker Redakteur Sport zur Autorenseite

MINDEN.Die lange, durch die Europameisterschaft bedingte Handball-Pause ist am heutigen Donnerstag vorbei: Der Erstligist TSV GWD Minden muss im kleinen Derby bei der TSV Hannover-Burgdorf antreten. Anwurf in der TUI-Arena ist um 19 Uhr.

Bereits das Hinspiel hatte es in sich: Die Mindener führten kurz nach der Pause noch mit sieben Toren Vorsprung und mussten mit dem Schlusspfiff durch einen von Mait Patrail verwandelten Freiwurf das 29:29 hinnehmen. „Den wird er so nicht noch mal machen“, erinnert sich Mindens Trainer Frank Carstens an den spektakulären Wurf in den Torwinkel. Man habe trotz des ärgerlichen Ausgleichs ein Riesenspiel abgeliefert, so der Coach. „Immerhin haben wir den ersten Punkt gegen eine Top-Mannschaft der Liga geholt.“ Die Gastgeber verteidigten stark, Torwart Espen Christensen hatte zudem einen sehr guten Tag erwischt.

Die „Recken“ aus Hannover sind nach der sieglosen Rückrunde der vergangenen Saison innerhalb kürzester Zeit zu einem Spitzenteam gereift. Großen Anteil daran hat der neue Trainer Carlos Ortega. Carstens ist jedenfalls voll des Lobes für seine ehemalige Mannschaft. „Man erkennt erstaunlich schnell seine Handschrift“, sagt Carstens, das Personal passe zur spanischen Schule mit dem Spiel über den Kreis oder auch der in der Zentrale massiven Deckung. Mit dem Dänen Caspar Mortensen, mit 133 Treffern bester Torjäger der Liga, und dem deutschen Nationalspieler Kai Häfner hat die TSV „zwei absolute Vollstrecker“ in ihren Reihen. „Dazu kommen mit Morten Olsen und Patrail wichtige Faktoren hinzu, die 80 Prozent aller Angriffe initiieren“, erklärt der Trainer des Tabellenzwölften. Es wird also alles andere als leicht beim vor eigenem Publikum ungeschlagenen Tabellendritten, der seine Heimspiele inzwischen zum großen Teil in der größeren Arena auf dem ehemaligen Expo-Gelände austrägt. „Wir haben damals zu Zweitliga-Zeiten noch vor 350 Zuschauern gespielt“, erinnert sich Carstens, der sich in „freudiger Erwartung“ befindet. Nach dem gelungenen Testspiel in Stadthagen gegen den Zweitliga-Tabellenführer Bergischer HC (32:27) haben die Ostwestfalen erstmals wieder mit komplettem Kader an der Abwehr-Qualität gearbeitet und auch Strategien gegen eine mögliche 6:7-Unterzahl geübt. Mit dieser Taktik (bei eigenem Angriff ohne Torwart, dafür mit einem Feldspieler mehr), hatten die Recken im Hinspiel noch die Wende geschafft. „Auf unsere Abwehr wird viel Arbeit zukommen, vor allem die Halbrechten sind gefordert“, weiß Carstens, der in Hannover bis auf Lukas Kister (Grundausbildung bei der Bundeswehr) alle Spieler dabeihat.

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