weather-image
18°

Jäger feiern 55-jähriges Bestehen

Landkreis (hga). Damit hatte die Kreisjägerschaft Schaumburg nicht gerechnet: In weitem Umkreis um das Forsthaus Halt war kein freier Parkplatz mehr zu finden, das 55-jährige Jubiläum der Kreisjägerschaft zog in Verbindung mit dem "Tag der Imkerei" scharenweise Gäste an. Vor allem Familien mit Kindern fanden sich ein, um das vielfältige Angebot nicht nur anzuschauen, sondern auch zu nutzen. Das die Sonne zeitweise aus allen Knopflöchern strahlte, war dazu ein Glücksfall. "Das hat unser Kreisjägermeister Heinrich Stahlhut-Klipp so bestellt - sagt er jedenfalls", schmunzelte Reinhold Siegmann, stellvertretender Vorsitzender der Kreisjägerschaft.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 08:24 Uhr

Sarah, ein drei Monate alter Uhu, und Falkner Heinz Fauth ziehen

Die Zusammenarbeit mit den Schaumburger Imkern entsprach den Bemühungen der Jägerschaft, sich als offene Gemeinschaft zu präsentieren, wie Pressewart Lutz Büthe erklärte. "Alte Berührungsängste sind verschwunden. Wir suchen die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden wie den Imkern zum Zwecke des Naturschutzes", beschrieb Büthe ein Ziel der Jäger-schaft. Beim Rückblick auf die 55-jährige Geschichte verwies Büthe auf zwei wichtige Jahreszahlen. Zum einen erhielten 1952 die Jäger ihre von den britischen Besatzern beschlagnahmten Jagdwaffen zurück, es entstanden die Jägerschaften Schaumburg und Grafschaft Schaumburg. In den Jahren 1976/77 entstand im Zuge der damaligen Kreisreform die Kreisjägerschaft in ihrer heutigen Form, aus zwei Verbänden wurde einer. Wandel und Veränderungen kennzeichnen den Weg der Jägerschaft, so sind seit Jahren verstärkt Bemühungen im Gang, während der Vergrößerung von Ackernutzflächen verschwundene Knicks, Hecken und Dickungen wieder anzupflanzen und neuen Lebensraum für das Niederwild wie Hase und Fasan zu schaffen. Es steht jedermann die Mitgliedschaft in der Kreisjägerschaft offen. Die Zahl derjenigen, die am Lehrgang zum Jagdschein teilnehmen, sich aber auf den naturkundlichen Teil beschränken, steigt. "Es kommt immer häufiger vor", sagte Siegmann und verwies auf den Anfang September beginnenden nächsten Lehrgang, in dem noch Plätze frei sind. Für das Jubiläum hatten Jäger und Imker einiges aufgeboten, Quizspiele, Nisthilfenbau, Vorführungen von Schaumburger Hundeführern - besonders die Kinder kamen auf ihre Kosten. Ein kleiner Star, der immer wieder die Blicke auf sich zog, war Sarah, ein drei Monate altes Uhumädchen, deren faszinierende Augen gerade die Kinder anzogen. "Die Zusammenarbeit ist sehr positiv, es passt alles zusammen", resümierte Dietmar Schernewsky, Vorsitzender des Schaumburger Kreisimkervereins. "Wir wollen die Leute darüber aufklären, dass die Bienen nicht nur stechen", meinte Schernewsky und sah das Tagesziel erreicht. "Es sind sehr viele Interessierte, wir sind zufrieden", bilanzierte Schernewsky.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare