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Auto prallt bei Grohnde gegen zwei Platanen – und geht in Flammen auf / Ersthelfer ziehen Opfer aus Wrack

Jede Hilfe kommt zu spät

GROHNDE. Auf der Platanenallee bei Grohnde hat sich am Sonntag gegen 8 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet – für eine 68 Jahre alte Hamelnerin kam jede Hilfe zu spät. Der Mercedes Kombi war gegen zwei dicke Bäume geprallt und dann in Flammen aufgegangen.

veröffentlicht am 17.09.2017 um 15:17 Uhr

Erst prallte der Mercedes gegen zwei Bäume, dann fing er Feuer. Der Innenraum brannte aus. Rettungsmannschaften haben das Wrack gelöscht. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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GROHNDE. Bereits am Morgen des 17. August hatte sich an nahezu derselben Stelle ein schrecklicher Unfall ereignet. Auch vor gut vier Wochen war der Wagen eines jungen Mannes an einer Platane zerschellt. Der 21 Jahre alte Fahrer verbrannte im Wrack (wir berichteten).

Nach Angaben der Hamelner Polizei ist die Seniorin von Grohnde in Richtung Hehlen gefahren. Der Mercedes fuhr plötzlich über die Gegenfahrbahn der Bundesstraße 83, streifte einen Straßenbaum, rollte noch ein paar Meter über den Grünstreifen, prallte dann nahezu frontal und mit großer Wucht gegen eine zweite Platane.

Autofahrer, die zufällig auf den Verkehrsunfall zukamen, setzten sofort einen Notruf ab und zogen das Unfallopfer aus dem Wrack. Die Ersthelfer, darunter ein Mediziner, hätten Wiederbelebungsmaßnahmen gestartet, sagte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Kay Leinemann.

Auf der Platanenallee hat sich erneut ein Verkehrsunfall ereignet. Bereits vor vier Wochen war an nahezu derselben Stelle ein Auto gegen einen Baum geprallt und in Flammen aufgegangen. Foto: ube
  • Auf der Platanenallee hat sich erneut ein Verkehrsunfall ereignet. Bereits vor vier Wochen war an nahezu derselben Stelle ein Auto gegen einen Baum geprallt und in Flammen aufgegangen. Foto: ube

Wenig später erreichten ein Notarzt und fünf Rettungsassistenten aus Bodenwerder und Emmerthal den Unglücksort. Die Retter versuchten alles, was in ihrer Macht stand. Am Ende verloren sie den Wettlauf mit dem Tod.

Die Feuerwehren Grohnde, Kirchohsen und Lüntorf löschten das brennende Fahrzeug. Die schwarze Rauchsäule, die aufstieg, war kilometerweit zu sehen. Polizeibeamte rekonstruierten anhand der auf dem Asphalt gesicherten Spuren den Hergang. Auch Beamte der Tatort-Gruppe beteiligten sich an den Ermittlungen.

Feuerwehrleute nahmen Abschied von der Verstorbenen. Diakon Micheal Ließ, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Kirchohsen, sprach am Unfallort ein Gebet und nahm die Aussegnung vor. Die B 83 war bis 9.45 Uhr gesperrt.

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