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Sommerfest der Musikschule

Jede Menge Spaß an der Musik

BÜCKEBURG. 600 Schüler werden in der Musikschule Schaumburger Märchensänger betreut – und die haben es „drauf“: Beim Sommerfest gaben sie mit viel Engagement und Spaß Proben ihres Könnens.

veröffentlicht am 19.06.2017 um 14:39 Uhr
aktualisiert am 19.06.2017 um 17:20 Uhr

Mit seiner Sangesfreude begeisterte der von Jessica Blume geleitete Chor das Publikum im rappelvollen Konzertsaal. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Über ein zu geringes Interesse an dem angebotenen Gesangs- und Instrumentalunterricht kann sich die Musikschule Schaumburger Märchensänger nicht beklagen. Ganz im Gegenteil: Rund 600 Kinder und Jugendliche besuchen derzeit die 1976 auf Initiative von Erna Pielsticker gegründete Musikschule, deren Ursprünge indes noch weiter zurückliegen. Der dem Traditionsverein seinen Namen gebende Kinder- und Jugendchor, die „Schaumburger Märchensänger“, wurde nämlich bereits Ende der 40er-Jahre von Pielsticker und Edith Möller aus der Taufe gehoben.

Wie vielseitig das Angebot der in der Georgstraße 7 in Bückeburg ansässigen Musikschule Schaumburger Märchensänger ist, davon konnten die Besucher des Sommerfestes, zu dem der Verein jetzt eingeladen hatte, einen Eindruck erhalten. So gaben im Konzertsaal des Hauses verschiedene Ensembles eine Probe ihres Könnens. Dazu gehörten die von Jessica Blume geleiteten Vokalgruppen (Singklasse, Kinderchor, Vorchor und Konzertchor), die Schlagzeug-Schüler von Andreas Bohnenkamp, eine Geigenklasse von Wolfgang Schattler und eine Blechbläserklasse von Gregor Nowara sowie die Akkordeon- und Klavierschüler von Manolis Stagakis. Außerdem hatte die hauseigene Band „All For The Takin“ einen Auftritt.

Gebäudesanierung

steht ins Haus

Darüber hinaus konnten die Besucher einem „offenen Unterricht“ im „Pop-Studio“ beiwohnen, um zu erfahren, wie der Instrumentalunterricht der E-Gitarre-, E-Bass- und Schlagzeugschüler in der Praxis abläuft. Wer wollte – und dabei standen natürlich vor allem die Kinder und Jugendlichen im Fokus –, durfte in einem anderen Raum des historischen Gebäudes verschiedene Schlagwerkzeuge ausprobieren. Abgerundet wurde das Programm durch eine Tombola sowie – speziell für Kinder – eine Bastel- und Schminkaktion und eine im Garten aufgestellte Hüpfburg.

Im „Pop-Studio“ des Hauses zeigten der Musiklehrer Andreas Bohnenkamp und sein Schüler Finn Hilgendorf, wie es beim Schlagzeugunterricht zugeht. Foto: wk
  • Im „Pop-Studio“ des Hauses zeigten der Musiklehrer Andreas Bohnenkamp und sein Schüler Finn Hilgendorf, wie es beim Schlagzeugunterricht zugeht. Foto: wk

Apropos Gebäude: „Wir stehen in den nächsten Jahren vor der Herausforderung, dass wir bauliche Veränderungen vornehmen müssen“, berichtete Horst Tebbe, der Vorsitzende des Vereins. So seien etwa die Fenster des denkmalgeschützten Hauses inzwischen derart marode, dass es mitunter sogar hindurchregne. Daher sei der Einbau neuer Fenster auch die dringendste Maßnahme, die anstehe.

Darüber hinaus ist laut Tebbe geplant, einen vorhandenen Anbau, der derzeit noch als Garage dient, dergestalt umzubauen, dass dort hinein der „Musikgarten“ für kleine Kinder und die sich daran anschließende „Musikalische Früherziehung“ umziehen können. Denn diese beiden von Patrizia Meyer-Löbelt geleiteten Angebote erfreuen sich einer derart großen Nachfrage, dass zum einen mehr Platz benötigt wird und zum anderen auch ein ebenerdiger Zugang ermöglicht werden soll (Stichwort: Eltern mit Kinderwagen). Ebenfalls aufgrund starker Nachfrage soll dann auch die Singklasse von Jessica Blume in den Anbau wechseln.

Wie das alles bezahlt wird? „Das ist die Frage“, räumte Tebbe ein. Angedacht sei, einen Teil der Investition mittels diverser Förderprogramme zu finanzieren. Zudem hoffe man auf Zuschüsse seitens der Stadt Bückeburg und des Landkreises Schaumburg.

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