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Initiative „Jugend unter Dampf“

Jetzt wird’s warm im Jugendwaggon der Landeseisenbahn

BÖSINGFELD. Ein warmer Waggon für die Jugendarbeit in Nordlippe – dieser lang gehegte Wunsch der Initiative „Jugend unter Dampf“ ist in Erfüllung gegangen. Die neue Heizung ist das Ergebnis einer besonderen ostwestfälisch-lippischen Kooperation

veröffentlicht am 09.11.2017 um 12:32 Uhr
aktualisiert am 09.11.2017 um 17:00 Uhr

Im Jugendwaggon mit neuer Heizung: Projektbeteiligte und Gäste freuen sich über eine gelungene ostwestfälisch-lippische Zusammenarbeit für ein attraktives Angebot im ländlichen Raum. Foto: pr
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BÖSINGFELD. Warme Luft strömt aus den vier neuen Öffnungen im Jugendwaggon. Damit geht ein lang gehegter Wunsch der Initiative „Jugend unter Dampf“ in Erfüllung. „Die neue Heizung ist das Ergebnis einer besonderen ostwestfälisch-lippischen Kooperation“, dankt Jochen Brunsiek, Koordinator für die Jugendarbeit der Landeseisenbahn Lippe (LEL), den beteiligten Unternehmen und Gästen im Rahmen einer Feierstunde im Bahnhof Bösingfeld.

Zu Gast ist unter anderem Ole Möhlenkamp. Der Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Ostwestfalen stellte für die Eisenbahnfreunde im Frühjahr einen Kontakt zur Bielefelder KOMP GmbH, einem Hersteller für technisch innovative Diesel-Luftheizungen, her. Geschäftsführer Maikel Vluggen erläutert: „Wir haben zwei 5-kW-Heizungen geliefert, die diesen tollen Jugendraum nun zuverlässig mit schöner Wärme versorgen.“

Die Installation der Anlage sowie die anspruchsvolle Verlegung von gut 20 Meter Rohr unter dem Wagenkasten haben die beiden LEL-Vereinsmitglieder Bernd Tünnermann und Tobias Rose übernommen. Für den sicheren Betrieb der Heizungen muss eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sichergestellt werden. Das Blomberger Unternehmen Phoenix Contact lieferte hier die sogenannten USVs. „Sehr gerne haben wir uns hier eingebracht. Schließlich wird durch das vielseitige Engagement der Landeseisenbahn Lippe die Region noch attraktiver“, erläutert Angela Josephs, Sprecherin von Phoenix Contact, das unternehmerische Engagement.

Warme Luft braucht Platz: Tischlermeister Thorsten Mozek von der JVA Herford bohrt eine Öffnung für die Warmluftzufuhr in die Wandverkleidung. Foto: pr
  • Warme Luft braucht Platz: Tischlermeister Thorsten Mozek von der JVA Herford bohrt eine Öffnung für die Warmluftzufuhr in die Wandverkleidung. Foto: pr

Im Waggon ist nur eine neue Sitzbank mit emporsteigender Umluft-Säule zu sehen. Diese hat Tischlermeister Thorsten Mozek mit Insassen des Jugendvollzugs der JVA Herford gefertigt. „Wie bei den bereits vorhandenen Möbeln haben wir auch diesmal das bewährte Zurrschienensystem genutzt, um die beiden Elemente zu fixieren“, erläutert Mozek. Die Umluft-Säule dient dabei der Ab- und Zufuhr der Raumluft. An der Sitzbank befinden sich zwei Öffnungen, aus denen die warme Luft strömt. Für die kreative und hochwertige Ausfertigung bekamen die Mitarbeiter der JVA einen Extra-Applaus.

Der stellvertretende Landrat Kurt Kalkreuter überbrachte die besten Glückwünsche aus dem Kreishaus. „Die Jugendarbeit der Landeseisenbahn Lippe ist nachhaltig. Vor acht Jahren war ich persönlich bei der Vorstellung des damaligen Gepäckwaggons. Mit der Inbetriebnahme der Heizung wurde ein weiterer Meilenstein gesetzt“, gratuliert Kalkreuter den Eisenbahnfreunden.

Extertals Bürgermeisterin Monika Rehmert, ihr Amtskollege und LAG-Vorsitzender Friedrich Ehlert sowie VBE-Geschäftsführer Sven Oehlmann schlossen sich den Glückwünschen an. Inzwischen steht der Jugendwaggon wieder für verschiedene Veranstaltungen an der Bahnmeisterei Farmbeck. „Die Bedienung der neuen Heizung ist nun ein Kinderspiel und zukünftig sogar per Fernwartung und App steuerbar“, gibt Ideengeber Thorsten Försterling vom Büro alberts.architekten einen Ausblick. Mit diesen Komfortangeboten wird sich der Verein in der anstehenden kalten Jahreszeit beschäftigen. Wichtig ist Brunsiek und seinem Team abschließend aber vor allem eins: „Ein warmer Waggon für die Jugendarbeit in Nordlippe.“

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