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Gremium nicht mehr handlungsfähig – Seniorenbeirat kümmert sich

Kampf um den Behindertenbeirat

BÜCKEBURG. Der Behindertenbeirat der Stadt Bückeburg besteht nur noch aus zwei Mitgliedern und ist damit nicht mehr handlungsfähig. Seine Aufgaben hat mehr oder weniger der Seniorenbeirat übernommen, wie der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Manfred Hohmann, sagte, als er jetzt dem Ausschuss für Jugend und Familie die Jahresbilanz des Beirates vorstellte.

veröffentlicht am 16.04.2018 um 15:00 Uhr
aktualisiert am 16.04.2018 um 17:49 Uhr

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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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Seit September 2017 unterstützten die Senioren die Behinderten, nachdem der Behindertenbeirat nach Rücktritten oder „Zurückgetretenwerden“, wie es Hohmann auf entsprechende Nachfrage des Ausschusses formulierte, nur noch aus zwei Mitgliedern besteht. Es sei überlegt worden, den Behindertenbeirat neu zu wählen. Man habe sich letztendlich dagegen entschieden, weil sich voraussichtlich keiner gefunden hätte, der für den Behindertenbeirat angetreten wäre. Außerdem sei die Wahlperiode des Gremiums noch nicht abgelaufen. Er frage sich, warum auf das Ende der fünfjährigen Wahlperiode gewartet werden müsse, kritisierte Hohmann.

Ratsherr Wilhelm Klusmeier (Bündnis 90/Die Grünen) sagte, dass es schade wäre, wenn der Behindertenbeirat einschliefe: „Es muss dringend Werbung gemacht werden, etwa in Form einer Infoveranstaltung.“ Die Ausschussvorsitzende Iris Gnieser (CDU) merkte an, dass die Initiative für den Erhalt des Behindertenbeirats aus der Bevölkerung kommen müsse und lobte die Kooperation von Senioren- und Behindertenbeirat, dessen Arbeit somit weitergeht.

Hohmann als auch Fachgebietsleiter Christian Schütte erinnerten daran, dass im Behindertenbeirat alle Bevölkerungsgruppen mitmachen können und kein gewisses Alter erforderlich ist wie beim Seniorenbeirat. Schütte: „Vielleicht finden sich zum Beispiel Eltern von behinderten Kindern, die mitmachen wollen.“

Der Seniorenbeirat kam 2017 zu neun Sitzungen zusammen, vier Mal war der Beirat auf Kreis- und Landesebene unterwegs. Die Mitglieder nahmen an diversen Ausschusssitzungen des Rates der Stadt Bückeburg teil, thematisierten auch dort Themen wie das Huckelpflaster im Schlosstor-Durchgang, die Busverbindung zum neuen Klinikum oder aber das „Dauerproblem“ öffentliche Toiletten und nicht vorhandener Toiletten am Bahnhof. Zu einer Infoveranstaltung, zu dem der Seniorenbeirat alle Pflegedienste der Stadt Bückeburg eingeladen hatte, sei leider nur ein Vertreter eines Pflegedienstes gekommen.

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